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Bußgeldstelle der Brandenburger Polizei hat 2017 in Gransee rund zwei Millionen Bilder bearbeitet

Brandenburger Blitzer werden aufgerüstet

Brandenburgs Blitzer sollen noch schärfere Bilder liefern.
Brandenburgs Blitzer sollen noch schärfere Bilder liefern. © Foto: Archiv
Sandra Jütte / 03.01.2018, 17:33 Uhr
Gransee (GZ) Mit 23 mobilen Blitzgeräten ist die Polizei in Brandenburg derzeit unterwegs. Insgesamt lieferten diese nach ersten Schätzungen im vergangenen Jahr rund zwei Millionen Bilder. Hinzu kommen bis zu 800 Stunden Videomaterial.

"Das dürfte eine leichte Steigerung zum Vorjahr sein", vermutet Uwe Findeisen, Teilbereichsleiter für die Bildbearbeitung und Vollstreckung in der Bußgeldstelle Gransee. Die dadurch erzielten Einnahmen könnten 47 Millionen Euro leicht übersteigen. 2016 waren es 48 Millionen. Die genauen Zahlen würden aber derzeit noch ausgewertet.

Da sich die Videotechnik stetig weiterentwickelt, sollen die Verkehrsüberwachungsanlagen ab 2018 nach und nach ausgetauscht werden. "Bessere Kameras liefern uns auch bessere Bilder", erklärt Findeisen. Zudem sei bei neueren Messgeräten keine komplizierte Verkabelung mehr notwendig, sondern die Teilstationen könnten über Wlan miteinander kommunizieren.

Auch die Abstandsmessung auf Autobahnen, bei der bisher ein Polizist manuell die Kamera auslösen musste, solle schrittweise digitalisiert werden. Dann wären die Geräte in der Lage, selbstständig Bilder zu machen. Sehr erfolgreich setzte die Polizei im vergangenen Jahr auch einen mobilen Blitzanhänger ein, hauptsächlich in der Großbaustelle auf der A 10 bei Michendorf. Für 2018 ist geplant, ein zweites Exemplar anzuschaffen.

In etwa 80 Prozent der Fälle werde ein Verwarngeld, also eine Strafe bis zu 55 Euro, fällig, so Findeisen. Zu 20 Prozent würden höhere Bußgelder erhoben. Der wohl spektakulärste Fall 2017 waren zwei Dänen, die im Oktober mit knapp 250 Kilometer pro Stunde am Autobahndreieck Oranienburg geblitzt worden waren, wo 100 erlaubt sind. "Da sind wir von Vorsatz ausgegangen", erklärt der Teilbereichsleiter. Fällig wurden je 1 200 Euro.

Rund ein Viertel der Geblitzten stamme aus dem Ausland, wohin die Bußgeldstelle 2017 geschätzt 100000 Schreiben verschickt hat. Dort ist die Ermittlung aber schwieriger. (Seite 2)

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