Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Heilige Drei Könige sind unterwegs

Den Segen bringen, Spenden holen

Vanessa in Aktion: Hinter den Buchstaben C, M und B, die sie an der Tür anbringt, stecken nicht nur die Namen der drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Sie stehen auch für das lateinische "Christus mansionem benedicat": Christus segne dieses Haus.
Vanessa in Aktion: Hinter den Buchstaben C, M und B, die sie an der Tür anbringt, stecken nicht nur die Namen der drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Sie stehen auch für das lateinische "Christus mansionem benedicat": Christus segne dieses Haus. © Foto: HGA/Roland Becker
Roland Becker / 03.01.2018, 17:56 Uhr
Hennigsdorf/Velten/Oberkrämer (HGA) Als Kind einmal König sein zu dürfen - zumindest für wenige Tage -, das erleben derzeit einige Kinder der katholischen Gemeinde. Als Sternsinger ziehen die Heiligen Drei Könige des Abendlandes, Caspar, Balthasar und Melchior dieser Tage von Haus zu Haus, um die Gebäude zu segnen und Spenden für Projekte zur Bekämpfung der Kinderarbeit zu sammeln.

In der Redaktion des Generalanzeigers waren es am Dienstag Feenja, Francesco, Letizia, Tamino und Vanessa, die das Hilfsprojekt vorstellten, sangen und die Räume segneten. "Heute sind die öffentlichen Einrichtungen dran: Polizei, Feuerwehr, Rathaus und Zeitung", verriet Tamino die Tagesstrecke. "Und am Freitag dann die Nichtöffentlichen. So Omis und Opis", wusste die neunjährige Feenja. Mit einem Schmunzeln ergänzte Kaplan Johannes Schaar, dass die Besuchten oftmals auch jünger sind und nicht unbedingt schon Enkelkinder haben müssen.

Noch bis zum 6. Januar ziehen die Sternsinger durch Hennigsdorf, Velten, Kremmen und Orte in Oberkrämer, erfreuen mit ihrem Lied "Wir kündigen die Freude der Heiligen Nacht" und klappern mit der Spendendose. Für eine Königs-Truppe allein ist das nicht zu schaffen. Daher haben sich die Kinder und Jugendlichen die Runden aufgeteilt. Begleitet werden sie von Mitgliedern und Mitarbeitern der Gemeinde wie dem Praktikanten Giovanni Donadel.

Die unter dem diesjährigen Motto "Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit" stehende Spendenaktion legt ihren Schwerpunkt auf Hilfsprojekte in Indien. "In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele Kinder, die unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen", heißt es im Begleitschreiben. Wer einen Teppich aus Indien kauft, muss damit rechnen, dass schon die Kleinsten daran knüpften.

Die Hennigsdorfer Kinder-Königsschar ist sichtlich mit Spaß unterwegs. Geduldig beantworteten sie die Fragen des Redakteurs. Feenja hörte sich das an und gab Auskunft, um dann selbst das zu erkunden, was sie interessierte. "Und wie heißen Sie? Wie alt sind Sie? Und wie viel Geld haben sie gespendet?", fragte sie den Redakteur.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG