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Wohnheim in Oranienburg am alten Wachen-Standort möglich

Polizei-Internat wird vorbereitet

Alt und hässlich: Im Mai 2017 haben die Polizisten ihre Oranienburger Wache an der Berliner Straße verlassen. Jetzt steht das Haus leer. Derzeit wird geprüft, ob dort ein Wohnheim für Polizeischüler entstehen kann.
Alt und hässlich: Im Mai 2017 haben die Polizisten ihre Oranienburger Wache an der Berliner Straße verlassen. Jetzt steht das Haus leer. Derzeit wird geprüft, ob dort ein Wohnheim für Polizeischüler entstehen kann. © Foto: OGA/Burkhard Keeve
Burkhard Keeve / 03.01.2018, 20:15 Uhr
Oranienburg (OGA) Der Bau eines Wohnheims für Polizeianwärter in Oranienburg nimmt Konturen an. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage hervor, die der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann gestellt hatte.

Demnach hat das Brandenburgische Innenministerium angekündigt, "für den nächsten Haushalt 2019/2020 finanzielle Mittel für den Bau des Wohnheims in Oranienburg einzuplanen", teilte Lüttmann am Mittwoch mit.

Laut Innenministerium laufen "vorbereitende Untersuchungen auf dem potenziellen Standort". Sobald diese abgeschlossen seien, soll mit den konkreten Planungen für das Wohnheim begonnen werden, heißt es weiter. Der "potenzielle Standort" wird nicht näher genannt. Doch auf Nachfrage geht auch Lüttmann davon aus, dass das neue Wohnheim am alten Standort der ehemaligen Polizeiwache an der Berliner Straße 45 a entstehen soll. Unklar sei lediglich, ob der marode Altbau abgerissen und ein Neubau hochgezogen oder ob der Block saniert wird, so Lüttmann. Diese Variante scheint wegen des schlechten Zustands des Gebäudes aber eher unwahrscheinlich zu sein.

Anfang Mai 2017 waren die Polizisten aus der alten Oranienburger Polizeiinspektion aus- und in den für gut zehn Millionen Euro sanierten Luisenhof umgezogen. Schon im November 2016 hatte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) den Bau eines Internats für Polizisten ins Gespräch gebracht und den Standort Berliner Straße favorisiert. Hintergrund ist der Wohnungsmangel bei gleichzeitig steigenden Schülerzahlen an der Oranienburg Polizeifachhochschule. Zurzeit studieren dort mehr als tausend angehende Polizisten. Um die Wohnungsnot etwas zu lindern, vermietet der Landkreis Unterkünfte in Wohncontainern (50 Plätze), die eigentlich für Geflüchtete vorgesehen waren, an der Heinrich-Byk-Straße an Polizeischüler. Auch die städtische Woba und die Wohnungsbaugenossenschaft hätten rund 100 Unterkunftsplätze bereitgestellt. Das reiche aber bei Weitem nicht aus, so Lüttmann. Daher sei ein Wohnheim auch als Standortvorteil zu verstehen, damit Brandenburg künftig ausreichend Studenten für seine Polizeifachhochschule gewinnen könne.

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