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Betreuung
Velten diskutiert Lösungen für Schule und Kita

Im Sommmer gab es denSpatenstich für einen neuen Spielplatz an der Kita Kunterbunt, jetzt wird ein Neubau auf dem Grundstück diskutiert.
Im Sommmer gab es denSpatenstich für einen neuen Spielplatz an der Kita Kunterbunt, jetzt wird ein Neubau auf dem Grundstück diskutiert. © Foto: Stadtverwaltung Velten
Roland Becker / 11.01.2018, 07:31 Uhr
Velten (HGA) Ob Krippe, Hort oder Schule: In Velten-Süd ist es überall eng geworden. Um eine dauerhafte Lösung für die Betreuungsprobleme zu finden und den Schulstandort in Süd zu stärken, hat die Stadt eine Machbarkeitsstudie erarbeiten lassen, die jetzt in den Ausschüssen diskutiert wird. Um es gleich vorwegzunehmen: Im Bauausschuss kam die von der Verwaltung favorisierte Variante nicht ganz so gut an, wie erhofft. "Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass die Vorzugsvariante schon gesetzt ist", vermutete der Ausschussvorsitzende Andreas Noack (SPD) am Dienstag.

Diese Variante sieht vor, auf dem Grundstück der Kita Kunterbunt ein zweite separate Einrichtung zu bauen. Gegen eine Erweiterung der Kita Kunterbunt spreche, dass diese dann zu groß werde. Noack bemängelte allerdings, dass dieser Neubau zweigeschossig geplant ist. "Keine Gemeinde macht so etwas mehr", argumentierte er hinsichtlich der Anforderungen an Inklusion und Barrierefreiheit. Er könne sich auch vorstellen, dass die Stadt auf ein nahe gelegenes Grundstück der Stadttochter REG zurückgreift, um eine weitere Kita zu bauen. Was das Betreibermodell betrifft, könnte Velten neue Wege einschlagen. Statt der Stadt käme auch ein gemeinnütziger Träger als Betreiber infrage. Dazu zählen zum Beispiel der ASB, das Rote Kreuz oder die Arbeiterwohlfahrt.

Laut Machbarkeitsstudie könnten in der neuen Kita bereits Mitte 2021 Null- bis Sechsjährige betreut werden.

Sofort anschließend würde das Hortprojekt angepackt, indem die jetzige Kita Kinderland dafür umgebaut wird. Frühestens zum Schuljahresbeginn 2021/22 könnten die Hortkinder dort einziehen.

Für die Löwenzahn-Grundschule wird von der Verwaltung die Idee verworfen, den Teil für die Schulnutzung wieder zu reaktivieren, der 2004 dem Bürgerhaus als Stadtteiltreff zugeschlagen wurde. Argumentiert wird vor allem damit, dass dann die reale Gefahr bestünde, einst für die Umnutzung erhaltene Fördermittel zurückzahlen zu müssen. Diese Problematik sieht Noack entspannter. "Wir haben uns immer die Option offengehalten, diesen Teil wieder als Schule nutzen zu können."

Die Studie schlägt als favorisierte Variante deshalb für den Übergang vor, ab 2021 das auf dem Schulgelände liegende Zwergenhaus, in dem derzeit ein Teil der Hortkinder betreut wird, für den Unterricht zu nutzen. Um das Grundschulproblem auf Dauer lösen und eine Dreizügigkeit sichern zu können, wird ein Anbau in Richtung Turnhalle vorgeschlagen. Ob damit die Schulproblematik dauerhaft gelöst werden kann, bleibt mit Blick auf das vorgesehene Wohngebiet Nauener Straße mit gut 2 000 Bewohnern fraglich. Noack will nicht ausschließen, dass das Bürgerhaus in einen Neubau im Wohngebiet Nauener Straße umziehen könnte.

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