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Karim Alaa: „Fühle mich oft im Stich gelassen“

Viele Dinge, die nicht passen: FC-Trainer Karim Alaa hofft trotzdem auf einen schnellen Klassenerhalt.
Viele Dinge, die nicht passen: FC-Trainer Karim Alaa hofft trotzdem auf einen schnellen Klassenerhalt. © Foto: Steffen Kretschmer
Steffen Kretschmer / 06.03.2018, 15:49 Uhr - Aktualisiert 07.03.2018, 13:48
Hennigsdorf (MOZ) Mit zwei Niederlagen nach der Winterpause hat Fußball-Landesligist FC 98 Hennigsdorf einen Fehlstart hingelegt. „Wir sind alle enttäuscht“, sagt der Vorsitzende Bastian Klebauschke (kleines Foto). „Gerade nach der ordentlichen Vorbereitung hatten wir uns mehr erhofft.“

Beide Spiele in der Rückrunde sorgten in unterschiedlicher Charakteristik beim FC 98 für nachdenkliche Gesichter. „Gegen Angermünde haben wir mit drei Punkten gerechnet“, betont Klebauschke. Das 0:2 gegen den Tabellenvorletzten habe deshalb sehr weh getan. Dem Vereinsvorsitzenden habe dieses schwache Spiel seiner Mannschaft vor allem eines: „Die Augen geöffnet. In solchen Momenten siehst du, was für ein Team du hast.“

Dieses Team zeigte am vergangenen Sonnabend, zumindest in Teilen, die von Trainer Karim Alaa gewünschte Reaktion. Die Spieler, welche gegen Angermünde auf dem Platz standen, hätten beim 0:3 RSV Eintracht Moral bewiesen und sich reingehängt. Allerdings seien dies nur wenige gewesen. Denn vor der Partie ereilten den Trainer reihenweise Absagen von Spielern. Um überhaupt elf Mann zusammenzubekommnen, musste der Kader mit A-Junioren und Akteuren der zweiten Mannschaft aufgefüllt werden.

Es sei gegen den RSV das letzte Aufgebot gewesen. Schon in der Woche davor habe sich diese Situation angedeutet, sagt Alaa und spricht von „katastrophalen Bedingungen“. Belastend ist für ihn, dass er bei einigen seiner Jungs „nicht genau weiß, ob sie wirklich krank sind, oder ob es ihnen aktuell nur zu kalt ist“.

Alaa wirkt nachdenklich, wenn er die derzeitige Situation seiner Mannschaft beschreiben soll. „Anspruch und Realität gehen weit auseinander“, sagt er. Vorausschauen? Aus genau diesem Grund tut sich der Trainer sehr schwer damit. „Wir müssen schauen, wie es weitergeht.“

Die ersten beiden Pflichtspiele im neuen Jahr haben auch Karim Alaa die Augen geöffnet. Dass die Landesliga fernab von professionellen Bedingungen sei, dem ist sich der Coach natürlich bewusst. Mit einer derartigen Hobbyeinstellung, wie sie einige seiner Spieler an den Tag legen, könne es aber auch in einer solchen Spielklasse nichts werden. „Als Trainer kann man dann keine Handschrift ins Spiel bekommen.“, so Alaa. „Ich fühle mich oft im Stich gelassen, bin aber überzeugt davon, dass wir die Klasse früh genug halten werden. Mit der jetzigen Konstellation können wir aber nicht in eine zweite Saison gehen.“

Fakt ist, dass der FC 98 trotz aller Schwierigkeiten mit seinem Übungsleiter auch über das Saisonende hinaus zusammenarbeiten möchte. „Wir sind kein Verein, der seinen Trainer nach nur einem halben Jahr zur Diskussion stellt“, betont Bastian Klebauschke. Sein Ziel: „Wir brauchen jetzt nicht rumzuheulen und müssen Ruhe in die Mannschaft bekommen. Für uns heißt das jetzt, durchhalten. Es wird eine hammerharte Rückrunde, aber es wird ganz sicher auch wieder bessere Zeiten geben.“

Dass sich vor dem Saisonbeginn der Kader enorm veränderte, und auch der Trainerposten mit Karim Alaa neu besetzt wurde, ist auch in der zweiten Hälfte der Spielzeit noch deutlich zu spüren. „Wir fordern jetzt mehr von den Spielern“, sagt Klebauschke. „Einige springen dann eben ab, und andere haben das Gefühl, dass das Boot wackelt. Man merkt, dass wir uns in Hennigsdorf in einem Umbruch befinden. Es ist Bewegung im Kader.“ Die jüngsten Veränderungen: Klajdi Beqiri zieht nach Magdeburg und wird das Team verlassen. Robert Redlin fällt mit Problemen an der Hüfte auf unbestimmte Zeit aus. „Lucas Kreimeier hat sich vom Fußball zurückgezogen“, so Klebauschke.

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