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Veltener Bauvorhaben
Ein Ladenzeile ohne Geschäfte

HGA_rol_prima2 Poststraße Velten Wohnungen Wohnungsbau Prima Unternehmensgruppe Neuruppin Juni 2018
HGA_rol_prima2 Poststraße Velten Wohnungen Wohnungsbau Prima Unternehmensgruppe Neuruppin Juni 2018 © Foto: Roland Becker
Roland Becker / 13.06.2018, 18:44 Uhr
Velten (MOZ) Nicht nur die Wohnungen, die die Neuruppiner Prima Unternehmensgruppe zwischen Sonderpostenmarkt Philipps und Poststraße baut, sind begehrt, sondern auch die Geschäftsräume des Blocks direkt an der Poststraße. Ein Großteil der Fläche in den Erdgeschossen ist bereits vermietet, teilte die für das Bauvorhaben verantwortliche Mitarbeitern Annika Krüger mit.

Wer hofft, dass die sieben Geschäftsräume dafür sorgen, dass Veltens Einzelhandel vielfältiger wird, der sieht sich enttäuscht. Läden wird es dort nach dem jetzigen Vermietungsstand nicht geben. Zudem wird die Zahl der Geschäftsräume von sieben auf höchstens fünf verringert. Das liegt daran, dass einigen der potenziellen Mieter die ursprüngliche Größe von 77 beziehungsweise 39 Quadratmetern nicht ausreicht. Daher werden bei Wunsch mehrere Räumlichkeiten zusammengelegt. Zwei der künftigen Mieter haben schon feste Mietverträge. Dabei handelt es sich zum einen um die in Berlin ansässige Unternehmensgruppe Michael Bethke, die an der Poststraße einen Pflegedienst eröffnen wird. Darüber hinaus wird eine bereits in der Stadt etablierte Augenarzt-Praxis ihren alten Standort zugunsten des Neubaus aufgeben. Mit einem dritten Mieter steht die Prima Unternehmensgruppe bereits in weit gediehenen Verhandlungen. Da der Vertrag aber noch nicht unterschrieben ist, möchte Krüger weder den Namen des Unternehmens noch dessen Branche nennen. Zwei Ladengeschäfte sind noch zu haben.

Auch mit dem Stand der Wohnungsvermietungen zeigt sich Krüger zufrieden: „Wir haben bereits einen Vermietungsstand von über 80 Prozent.“ Das wundert allerdings kaum, wenn man bedenkt, dass Prima-Chef Ronny Rohr bereits zur Grundsteinlegung im November 2016 auf 40 Reservierungen verweisen konnte. Die vier Gebäude – davon drei zurückgesetzt und damit geschützt von der Straße – beherbergen 77 altersgerecht ausgestattete Wohnungen. Die Ausstattung verspricht einigen Luxus, hat aber auch ihren Preis. Zur Grundsteinlegung sprach man von einer Kaltmiete von 9,50 Euro je Quadratmeter. Bei dem überwiegenden Teil handelt es sich um Zwei-Raum-Wohnungen, nur sechs verfügen über drei Zimmer. Geworben wird übrigens mit der Verheißung „S-Bahn-Anschluss wird vorbereitet“.  Nicht nur die S-Bahn verspätet sich – falls fast drei Jahrzehnte des Wartens so bezeichnet werden können –, auch die Prima-Gruppe konnte den Zeitplan nicht halten. Eigentlich sollten die ersten Mieter im November 2017 einziehen, jetzt ist von Juli die Rede. Die Geschäftsräume sind im September fertig.

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