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Recyclingbrache
Widerstand gegen Ankauf der Alba-Fläche

Was wird aus der ehemaligen Recycling-Anlage von Alba in Velten? Ein Ankauf durch die Stadt scheint mehr als ungewiss.
Was wird aus der ehemaligen Recycling-Anlage von Alba in Velten? Ein Ankauf durch die Stadt scheint mehr als ungewiss. © Foto: Mandy Oys
Roland Becker / 04.12.2018, 15:27 Uhr
Velten (MOZ) Das vom Rathaus geplante Vorhaben, die Fläche der alten Alba-Recyclinganlage zu erwerben, stößt bei der Zählgemeinschaft aus SPD/Freie Wähler, CDU und Die Linke auf keine Gegenliebe. In einem Änderungantrag zum Haushalt wird der Posten von zwei Millionen Euro gestrichen.

„Für die Ausgabe der zwei Millionen Euro gibt es keinerlei Handlungsgrundlage“, argumentiert der SPD-Abgeordnete Andreas Noack. Dieser Zeitung habe man entnehmen müssen, dass Alba offenbar gar nicht verkaufen will, wie es von der Verwaltung im Stadtentwicklungsausschuss suggeriert wurde. Außerdem würde der Ankauf und die Entwicklung der Fläche inklusive Straßenbau „sicher einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Damit würden erhebliche Investitionsmittel gebunden“, sagte Noack. Die Zählgemeinschaft schlägt stattdessen vor, 50 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zu reservieren, mit der die Möglichkeiten zum Reaktivieren von Altindustrie- und Gewerbeflächen geprüft werden. Im Folgejahr sollen dann im Haushalt 500 000 Euro bereitgehalten werden, um gegebenenfalls Grundstücke ankaufen zu können.

Die drei Fraktionen der Zählgemeinschaft können außerdem der Idee der Verwaltung nicht folgen, 90 000 Euro für Wegeverbindungen am Bernsteinsee ausgeben zu wollen. Stattdessen soll das Geld für die Planung und das Errichten eine Feriencamps genutzt werden. Seit auf baupolizeiliche Anordnung die Finnhütten abgerissen werden mussten, fehle ein attraktives Angebot für Kinder und Jugendliche. Das Geld wird voraussichtlich aber nicht reichen, um ein Camp mit Übernachtungsmöglichkeiten errichten zu können. SPD-Fraktionschef Frank Steinbock wies darauf hin, dass auch ein Ferienlager angeboten werden kann, zu dem die Kids morgens hingefahren und abends abgeholt werden.

Zu den zwölf Änderungsanträgen gehört auch der, sich den Abriss des Rodelbergs an der Kita Villa Regenbogen zu sparen. Wichtiger sei es, das Geld in eine Regenentwässerung für die Außenanlage zu investieren. In der Vergangenheit sei mehrfach Wasser ins Haus eingedrungen.

65 000 Euro möchte die Zählgemeinschaft investiert wissen in einen Kleinbus, den die Feuerwehr für Fahrten zu Schulungen und Weiterbildungen nutzen kann. Ein Fahrzeug reiche dafür nicht aus, andere Wehren in der Umgebung hätten dafür auch ein Doppel im Fuhrpark zu stehen. Peanuts dagegen sind die 1 500 Euro, die die Jugendfeuerwehr jährlich mehr erhalten soll.

Mit einem Änderungsantrag greift die Zählgemeinschaft ein Thema auf, für das sich zuletzt vor allem Pro Velten stark gemacht hatte. Als es um einen möglichen Verkauf der alten Bibliothek ging, wollte die Fraktion dieses Gebäude als Seniorentreff genutzt wissen. Der Antrag, die ehemalige Bücherei als sozialen Treffpunkt zu nutzen, scheiterte aber im Stadtparlament. Jetzt schlägt die Zählgemeinschaft vor, 30 000 Euro für einen Seniorentreff in der Innenstadt vorzusehen. Anfang 2019 soll nach einem geeigneten Objekt geschaut werden, das für diesen Zweck angemietet werden kann.

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