Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sensationelles Tor
Falko König trifft aus 43 Metern in den Winkel

Steffen Kretschmer / 11.12.2018, 09:45 Uhr - Aktualisiert 11.12.2018, 16:42
Hennigsdorf (Moz) Hans Oertwig hatte „extra nochmal nachgemessen. Das waren 43 Meter“, sagte der Trainer des FC 98 Hennigsdorf. Aus eben jener Entfernung hatte zuvor Falko König zum 3:1 getroffen und damit in Ahrensfelde den sechsten Auswärtssieg in der Landesliga perfekt gemacht.

Knapp 63 Minuten waren gespielt, als 98-Kapitän Toni Dietrich weit weg vom gegnerischen Tor gefoult wurde. Was erst einmal wenig spektakulär erschien, wurde allerdings wenige Sekunden später aus Sicht des Trainers „unglaublich“. Ein paar Meter von der Mittellinie entfernt legte sich Falko König den Ball in der Ahrensfelder Hälfte zurecht. Er korrigierte noch die Ein-Mann-Mauer des Gastgebers, hielt dann drauf und drehte etwas später zum Feiern ab. War die Entfernung nicht etwas zu weit, um es direkt zu versuchen? „Ich hatte ja Rückenwind“, begründet König, der natürlich auch von „Glück“ spricht, „so, wie der Ball rechts oben einschlägt. Gewollt war das aber schon. Ich darf ja nicht die Freistöße schießen, die dichter am Tor sind“.. Dafür seien Sascha Stahlberg und Julian Baersch zuständig.

Neben König trugen sich aber auch diese beiden in die Hennigsdorfer Torschützenliste ein und hielten die sensationelle Auswärtsbilanz am Leben. Auf fremden Plätzen holte der FC 98 in sieben Spielen 19 Punkte, zu Hause in ebenso vielen Begegnungen lediglich sieben. Diese Bilanzen zu erklären, fällt Falko König sehr schwer. „Ich weiß nicht, ob alle aufgeregt sind, wenn wir bei uns auflaufen. Wir wollen aber immer das Spiel machen. Und es ist seit Jahren schon so, dass wir genau das eben nicht können.“

In Ahrensfelde legte Hennigsdorf einmal mehr sein nahezu perfektes Auswärtsgesicht an den Tag, stand tief und ließ den Gegner kommen. „Ich fand unseren Gegner nicht so stark. Vielleicht war er schon mit dem Kopf bei der eigenen Weihnachtsfeier. Letztlich haben wir verdient gewonnen, weil wir kompakt gestanden und kaum Chancen zugelassen haben“, sagt Falko König.

Am nächsten Wochenende hat die Mannschaft aus Oberhavel nun sogar die Gelegenheit, den Abstand auf den Tabellenzweiten auf einen Punkt zu verkürzen. Der beste Oberhavel-Vertreter in der Landesliga sind die Hennigsdorfer aber schon jetzt. „Allerdings“, sagt König mit einem Lachen, „spielen wir gegen Schwarz-Rot Neustadt leider wieder zu Hause“.

Egal, wie die letzte Partie vor der Winterpause ausgehen wird, an den eigenen Saisonzielen wird nicht mehr justiert. Der vor dieser Spielzeit personell stark veränderte FC 98 hatte den Klassenerhalt ausgegeben. Daran werde überhaupt nicht gerüttelt, „auch wenn wir aktuelle einige Punkte vom Abstieg entfernt sind. Wir können auch mal einbrechen und ein paar Partien nacheinander verlieren.“ Falko König bleibt mit seinem Team auf dem Boden. Dass es so gut läuft, davon ist er selbst überrascht. „Wir haben aber einen sehr erfahrenen Trainer und die Mannschaft ist zusammengewachsen. Das spiegelt sich auf dem Platz wider. Wir haben deshalb 26 Punkte mehr, als viele erwartet haben.“

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG