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Mehr Einwohner
Die Ofenstadt wächst weiter

Hier traut man sich: 99-mal gaben sich Paare im Veltener Rathaus das Ja-Wort, darunter viele Auswärtige.
Hier traut man sich: 99-mal gaben sich Paare im Veltener Rathaus das Ja-Wort, darunter viele Auswärtige. © Foto: MOZ/Roland Becker
Roland Becker / 11.01.2019, 11:11 Uhr
Velten (MOZ) Zwar ist die Zahl der Geburten in Velten deutlich zurückgegangen, die Einwohnerzahl hat sich aber erneut erhöht. Das Standesamt ist auch bei Berlinern beliebt.

Die Ofenstadt zählte zum Jahreswechsel 135 Einwohner mehr als vor Jahresfrist. Damit setzt sich der moderate Zuwachs weiter fort. Zum 31. Dezember 2018 hatten 12 390 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Velten. Begründet liegt dieser positive Saldo allerdings nicht in der natürlichen Bevölkerungsentwicklung, nämlich in einem Überschuss an Geburten zu den Sterbefällen. Allein der ungebrochen starke Zuzug lässt Velten weiter wachsen.

Bei den Geburten wurde mit vorerst 93 – einige Babys könnten noch nachgemeldet werden – ein Zehn-Jahres-Tief erreicht. Da sich die Zahl der Gestorbenen mit 144 in etwa auf dem Niveau der Vorjahre befindet, erhöhte sich der negative Saldo von Geburten und Sterbefällen auf 51 – absoluter Höchststand seit zehn Jahren.

Rekordverdächtig ist die Zahl der Neu-Veltener. 967 Zuzüge stellen den zweithöchsten Wert seit 2006 dar. Da 781 Bewohner die Stadt verließen, ergibt sich hier ein Überschuss von 186 Personen. Innerhalb von Velten zogen 440 Menschen um. Zum Zuzug haben vor allem Neu-Veltener mit ausländischem Pass beigetragen. Deren Zahl hat sich binnen Jahresfrist um 112 auf 658 erhöht. Das bedeutet eine Verdoppelung innerhalb von fünf Jahren. Für Zuwachs dürften auch die Neubauten an der Poststraße gesorgt haben.

Auffällig ist die hohe Zahl an Eheschließungen. 99 Paare, darunter vier gleichgeschlechtliche, gaben sich 2018 im Rathaus das Ja-Wort. Stadtsprecherin Ivonne Pelz bestätigte auf Nachfrage, dass es sich dabei nicht nur um verliebte Veltener gehandelt hat. Bis zu 30 Prozent der Paare kommen aus dem Umland und Berlin. „Die wählen Velten auch wegen unseres schönen Rathauses“, meint Pelz. Allerdings dürfte sich auch ein anderer Trend niederschlagen: die Überlastung der Berliner Standesämter. Weil es dort schon schwierig ist, einen Termin zur Terminvergabe zu bekommen, weichen die Hauptstädter häufiger auf Standesämter im Speckgürtel aus. Auch in Hennigsdorf ist dies zu beobachten. (rol)

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