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Frust in der Postfiliale
Auf Wasserschäden folgt Schwelbrand

Vor einer Woche rückte die Feuerwehr zum Geschäft an der Poststraße in Velten aus.
Vor einer Woche rückte die Feuerwehr zum Geschäft an der Poststraße in Velten aus. © Foto: Julian Stähle
Wiebke Wollek / 19.01.2019, 10:00 Uhr - Aktualisiert 19.01.2019, 11:29
Velten (freie Autorin) Der Schock ist verdaut, doch der Ärger wird immer größer. Vergangenen Donnerstag musste die Post für einen Nachmittag schließen, weil eine defekte Lampe einen Schwelbrand ausgelöst hatte. Die Liste der Mängel an dem Geschäftsgebäude wächst.

„Für uns fühlt es sich an, als müssten wir auf einer Baustelle ausharren“, erzählt Susanne Mihatsch, Shopleiterin im Kiosk 36 an der Veltener Poststraße, in dem  neben den Postdienstleistungen auch Schreibwaren und Tabak angeboten werden. „Das ist auch für die Kunden nicht schön.“

Vergangenen Donnerstag hatten die Mitarbeiter plötzlich Brandgeruch festgestellt. Doch nirgendwo waren Flammen zu sehen. Die Feuerwehr konnte letztlich aber einen Schwelbrand feststellen. Am nächsten Tag war der Laden wieder geöffnet. „Ein Elektriker war vor Ort und hat herausgefunden, dass der Vorbrenner einer Lampe defekt ist“, berichtet Susanne Mihatsch. Kurz darauf wurde zur Sicherheit gleich eine ganze Reihe von Lampen abgeklemmt. „Wir haben schon noch genug Licht und müssen die Kundschaft nicht im Dunkeln bedienen“, erklärt die Shopleiterin. Aber dennoch kommt für sie ständig neuer Ärger hinzu. Das vorrangige Problem sind Wasserschäden.

„Es ist kein Zustand. Das Haus muss dringend saniert werden“, sagt die Leiterin. Bisher konnte sie vom Hausverwalter, der Firma Berlinovo mit Sitz in Berlin-Kreuzberg, nicht erfahren, wann eine Sanierung geplant ist. Das Unternehmen hat dieser Zeitung auf Anfrage mitgeteilt: „Die Sanierungsmaßnahmen am Dach der Immobilie werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte beginnen und rund drei bis vier Monate dauern.“

Die Probleme begannen schon beim Einzug in das Geschäftsgebäude im Sommer 2017. „Das war kurz nach dem schlimmen Starkregen“, erinnert sich Susanne Mihatsch. „Wir haben uns anfangs nur über die braunen Ränder an den Deckenplatten gewundert und sie ausgetauscht.“ Doch im folgenden Jahr sei es immer schlimmer geworden. „Manchmal dachte ich: Wir verkaufen nicht, wir schleppen nur noch Wasser raus.“ Bei starkem Regen fangen Eimer das Wasser auf. Für die Kunden besteht dann Rutschgefahr. Außerdem sind immer wieder Waren kaputt gegangen. Auch beim Nachbarn, dem Elektrofachhändler Frank Redlich, ist es schon zu massiven Wasserschäden gekommen.

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