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Konzert
Generalprobe für „Jugend musiziert“

Mit Emil Eichhorn am Kontrabass: Das Jugendkammerorchester der Musikschule Hennigsdorf
Mit Emil Eichhorn am Kontrabass: Das Jugendkammerorchester der Musikschule Hennigsdorf © Foto: Sophie Schade
Sophie Schade / 21.01.2019, 06:32 Uhr
Hennigsdorf Klangvoll läuteten die Schüler der Musikschule Hennigsdorf am Freitagabend im Stadtklubhaus das neue Konzertjahr ein. Neben dem Jugendkammerorchester ließen acht „Jugend musiziert“-Kandidaten ihre Streichinstrumente erklingen.

Pompös eröffnete das Jugendkammerorchester, dirigiert von Ronny Heinrich, mit „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar den Abend. Dahinter war das Plakat „Jugend musiziert“ zu sehen: Kein Zufall, denn das Neujahrskonzert diente wieder als Probenbühne für die Teilnehmer des Nachwuchswettbewerbs. Am kommenden Wochenende findet der Regionalausscheid in Rathenow statt. Manuel Manko führte als Moderator durch die Generalprobe. „Natürlich wünschen wir unseren Schülern viel Erfolg und dass sie zeigen, was sie können“, sagte der stellvertretende Leiter der Musikschule. In erster Linie ginge es bei „Jugend musiziert“ darum, sich mit Altersgenossen auszutauschen und zu schauen, wo man selbst im Vergleich steht.

Da die Musikschule Hennigsdorf viele Streicher zum Wettbewerb entsendet, war der Abend von Violinenklängen geprägt. Magdalena Clauss etwa hat als Tochter zweier Musiker mit vier Jahren angefangen, Geige zu spielen. Heute beherrscht sie auch das Klavier. Als wäre das neben der Schule nicht genug, hat die junge Dame auch noch Hobbys: Dressurreiten und Schwimmen bilden den sportlichen Ausgleich zum Musizieren. Oskar Riedlings Concertino in D-Dur und Anatoli Komarowskis Konzert in E-Moll spielte sie souverän, ohne die leiseste Spur von Aufregung.

Laura Merk zählte mit ihren elf Jahren zu den jüngsten Musikerinnen des Abends. Zum Neujahrskonzert brachte sie Antonio Vivaldis Konzert in A-Moll und – passend für ein Mädchen von elf Jahren – den „Elfentanz“ von Ezra Jenkinson zu Gehör. Im Publikum saßen ihre Eltern Andreas und Kathrin. „Ihre Mutter ist vor ihren Auftritten immer sehr aufgeregt. Ich bin etwas entspannter“, scherzte Vater Andreas. „Die Eltern und Lehrer sind immer aufgeregter als die Kinder“, ist sich das Paar einig.

Tiefere Töne ließ Emil Eichhorn erklingen. Der 16-Jährige spielt seit vielen Jahren Kontrabass, und das inzwischen so gut, dass er bei der Jungen Philharmonie Brandenburg spielen darf.

Sicherlich waren hier und da kleinere Unsicherheiten zu erkennen. Doch allein, sich in jungem Alter den komplexen Werken namhafter Komponisten anzunehmen, erfordert viel Mut und verdient großen Respekt.

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