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Neueröffnung
Pflegedienst Hennigsdorf auf Expansionskurs

Wiebke Wollek / 22.01.2019, 07:30 Uhr
Velten Bislang hat der Pflegedienst Hennigsdorf seine Klienten ausschließlich ambulant betreut. Mit der Eröffnung einer Tagespflege für Senioren erweitert sich nicht nur das Spektrum der Angebote, sondern auch die Zielgruppe.

Lebensart nennt sich die neue Einrichtung und damit zweite Betriebsstätte des Pflegedienstes, die ab Februar ihre Arbeit aufnehmen wird. Um einige Abläufe schon einmal vorab zu testen, hat sich das Team rund um Geschäftsführer Herbert Weiss überlegt, einen Probetag zu organisieren – mit echtem Personal und echten Gästen.

„In der Tagespflege sprechen wir von Gästen, beim ambulanten Dienst aber von Klienten“, erklärt der gelernte Betriebswirt. Der Probetag, der am morgigen Mittwoch stattfindet, ist gleichzeitig eine Gelegenheit, besondere Gäste wie Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) zu empfangen. „Es ist aber kein Tag der offenen Tür“, stellt der Geschäftsführer klar, der Interessenten gerne zu einer anderen Gelegenheit nach vorheriger Absprache über das Angebotsspektrum informiert.

Während sich die ambulante Betreuung durch den Pflegedienstes, der seit knapp 20 Jahren in Hennigsdorf arbeitet, vorwiegend auf Körperpflege oder auch Hilfestellung bei den Mahlzeiten fokussiert, so gehe es in der Tagespflege eher darum, den Pflegebedürftigen eine Beschäftigung sowie eine geregelte Tagesstruktur anzubieten. „Durch die Förderung der Motorik und der kognitiven Fähigkeiten möchten wir die Lebensqualität der Gäste steigern“, sagt Herbert Weiss.

Vor über zwei Jahren entstand die Idee, eine Tagespflege zu eröffnen. Die Suche nach geeigneten Räumen in Hennigsdorf blieb jedoch erfolglos. „Also haben wir geschaut, was möglich ist, und sind in Velten fündig geworden“, berichtet Weiss. In den Geschäftsräumen in der Bahnstraße 30 hatte sich einst eine Gaststätte und eine Bäckerei befunden. Nun stehen bequeme schwarze Liegesessel an kleinen Tischen für die Senioren bereit. Die Wände sind in hellen Farbtönen gestrichen, Naturbilder sollen für Entspannung sorgen. Neben einem Empfangsbereich mit Sitzgelegenheiten gibt es ein Speiseareal, zwei Therapieräume und einen weiteren Aufenthaltsraum. „Hier können unsere Gäste lesen oder Spiele spielen“, sagt Weiss. „Wir bieten immer die Möglichkeit zum Rückzug, aber auch für Gruppenangebote, wie Gymnastik.“ Die grundlegende medizinische Versorgung oder Beratung kann bei Bedarf in einem kleinen Behandlungszimmer abgedeckt werden.

Pro Tag können bis zu 25 Gäste betreut werden. Sie sollten aus Velten, Hennigsdorf oder den umliegenden Dörfern, wie Marwitz oder Bötzow, kommen. Einige Senioren werden die Stätte mehrmals pro Woche besuchen, andere wiederum nur ein- bis zweimal im Monat. Der Umfang der Betreuung wird in einem Vertrag zwischen Gast und Tagespflege festgelegt. Ja nach Pflegegrad steht den Betroffenen ein bestimmtes Budget der Pflegekasse zur Verfügung. Allerdings muss in den meisten Fällen auch ein Eigenanteil gezahlt werden.

Dass die Plätze nicht voll werden, muss Herbert Weiss nicht befürchten. „Viele künftige Gäste werden bereits ambulant von uns betreut. Umfragen unter ihnen haben ergeben, dass der Bedarf da ist. Wir bekommen täglich Anfragen“. sagt Weiss. Ein Fahrdienst holt die Senioren ab und bringt sie am Nachmittag wieder nach Hause. Geöffnet ist die Einrichtung von 8 bis 15.30 Uhr. Fürs Essen wird gesorgt.

Zum Team gehören vier Pflegekräfte, an besonders gut besuchten Tagen kann das Personal zusätzlich noch nach Bedarf aufgestockt werden.

Interessenten können sich informieren unter 03304 5 222 511 oder auf der Homepage www.tagespflege-velten.de

Serviceleistungen

Der in der Brandenburgischen Straße 15 in Hennigsdorf ansässige Pflegedienst umfasst folgende Serviceleistungen: Grundpflege, Behandlungs- und Häusliche Krankenpflege sowie Häusliche Pflegesachdienstleistungen, die bis zur Hilfe im Haushalt reichen. Ferner gibt es eine Verhinderungspflege. Dabei sollen Angehörige, die eine Auszeit von der Pflege brauchen, entlastet werden. Bei Voraussetzungen – unter anderem muss die private Pflege seit mindestens sechs Monaten gegeben sein – besteht für 42 Tage im Jahr ein solcher Anspruch.⇥(win)

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