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Bauplanung
Eine Genossenschaft für Grundmühle

Blick auf das Hauptgebäude des Anwesens, in dem die Seminar- und Gästeräume unterkommen könnten.
Blick auf das Hauptgebäude des Anwesens, in dem die Seminar- und Gästeräume unterkommen könnten. © Foto: MOZ/Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 11.02.2019, 19:41 Uhr
Linde (MOZ) Noch immer wartet die Immobile des ehemaligen Ferienzentrums Grundmühle in Linde darauf, wachgeküsst zu werden. Das könnte nun durch eine Genossenschaft geschehen. Allerdings muss auch die selbst erst noch gegründet werden.

Im Bauausschuss des Löwenberger Landes stellten die zumeist aus Berlin stammenden Interessenten ihre Planungen vor, um nach einem grundsätzlichen Einvernehmen mit der Gemeinde zu fragen. Denn das Areal liegt sozusagen mitten in der Natur, auf dem sich eine stattliche Anzahl von Bäumen befindet. Zu DDR-Zeiten war dort in den Ferien Kinderlachen zu hören, nach der Wende schloss sich eine Nutzung als Gaststätte  und Hotel an. Doch das ist lange her. Seither sucht der Eigentümer des Objektes nach potenziellen Mietern, Pächtern oder Käufern.

Bei den Interessenten handelt es sich, wie sie es selbst beschreiben, „um eine Gruppe von Menschen, die momentan in Berlin leben und arbeiten.“ Es seien Therapeuten, Heilpraktiker, Seminarleiter, Schamanen, Musiker, Künstler und Kulturschaffende“, heißt es weiter. Das gemeinsam Ziel sei, eine zukunftstaugliche Lebensweise zu etablieren, die auf Mitbestimmung und auf sozialen und ökologischen Leitlinien basiere. Die Vision sei, ein Seminarhaus mit angeschlossenem Heilzentrum zu eröffnen.

Praxis-, Seminar- und Gästezimmer sollen im Haupthaus eingerichtet werden. Als Schwerpunkte des Seminarbetriebes wurden die Selbsterfahrung, Yoga, Meditation, Ökologie, Gemeinschaftsbildung, Musik und bewusste Kommunikation benannt.  Zielgruppe sind Menschen aus Berlin, Deutschland und internationale Gäste.

Die Praxisräume werden von den Therapeuten und Heilpraktikern genutzt.  Sie hoffen auf Gäste aus der Region, Berlin und zudem Seminargäste.

Unter der Woche soll die Küche dann regelmäßig als qualitative biologisch-vegetarische Gastronomie für Nachbarn und Menschen aus der Region geöffnet sein.

Geplant ist, dass ein Teil der Gruppe oder später der Genossenschaftsmitglieder in den Massiv-Bungalows wohnt, um den Seminarbetrieb zu organisieren, Seminare zu leiten, die Praxisräume zu nutzen und die lokale Gastronomie zu betreiben. Ein weiterer Teil der Gruppe wird weiterhin in Berlin seinen Hauptwohnsitz haben, aber zu Arbeits- oder Erholungszwecken vor Ort sein. Dafür sollen einige Holzbungalows hergerichtet oder ausgebaut werden. „Es soll eine Mischnutzung aus Seminarbetrieb, Praxisräumen, Wohnen und Naherholung entstehen, wobei der Seminarbetrieb im Mittelpunkt steht“, so die Zusammenfassung des Projektes.

Sofern die Gemeinde und der Landkreis nichts gegen das Vorhaben einzuwenden habe, will die Genossenschaft das Gelände kaufen und mit der Umsetzung beginnen. Die Mitglieder des Bauausschusses im Löwenberger Land haben nichts gegen das Vorhaben einzuwenden. Sie werden der Gemeindevertretung empfehlen, die Planungen zu unterstützen. Einen konkreten Zeitplan gibt ess allerdings noch nicht.

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