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OSZ-Sportplatz
Landkreis schützt Rasen vor Rugbyspielern

Steffen Kretschmer / 04.04.2019, 11:00 Uhr
Hennigsdorf (MOZ) Licht am Ende des aktuell sehr dunklen Tunnels sieht anders aus. Zuletzt durfte Rugby-Zweitligist Stahl Hennigsdorf zwar wieder auf den Platz, das aber nur für drei Stunden. Danach trat eine witterungsbedingte Sperre der Sportanlage durch den Landkreis wieder in Kraft.

Der Kreis als Betreiber des Geländes am Hennigsdorfer Oberstufenzentrum bleibt hart und beharrt vehement darauf, dass das Grün auch weiterhin nicht betreten wird. Die Folgen für Stahl sind katastrophal. Dabei hatte sich der Rugbyverein schon irgendwie damit arrangiert, in der Vorbereitung auf die Rückrunde improvisieren zu müssen. Der eigene Spielbetrieb leidet jedoch sehr darunter. Die Ansetzung der ersten Partie im neuen Jahr musste am 16. März kurzerhand gedreht und beim Berliner SV ausgetragen werden. Damit trat Stahl gegen diesen Kontrahenten in einer Saison zweimal auswärts an. "Und das vor zweieinhalb Wochen sogar im Regen und in einer echten Schlammschlacht", sagt Julius Laetsch (kleines Bild).

Schon allein deshalb ist es für den Hennigsdorfer Kapitän nicht nachzuvollziehen, warum der eigene Platz weiter gesperrt ist. "Im Spiel gegen den BSV war am Ende kein Grashalm mehr zu sehen. Und bei uns ist alles in einem Top-Zustand. Man muss auch bedenken, dass wir immer noch von einem Sportplatz und nicht von einer Parkanlage reden."

Dass es nach dem geplanten Auswärtsauftritt beim USV Jena für Stahl nun am vergangenen Sonntag wieder "Zuhause" richtig zur Sache ging, ist für alle Beteiligten nur ein schwacher Trost. Gegen eine starke zweite Mannschaft vom Berliner RC verlor Hennigsdorf mit 27:36 (10:12). Und eine weitere Niederlage trudelte zuvor schon per Post ein. Das Duell mit dem BRC war nur geduldet. Für geschlagene 180 Minuten. Seither betrachten die Rugby-Spieler das eigene Grün erneut nur aus der Ferne.

"Durch die Sperre können wir wieder nicht trainieren", sagt Laetsch. "Vielleicht dürfen wir im Mai den Platz betreten. Allerdings kommen dann bald die Ferien und wir dürfen wieder nicht rauf." Die schwierige Situation zehre an der Kraft und an den Nerven. "Das ist bei uns ein Dauerthema", so Laetsch, der auch im Vorstand ist. "Wir brauchen eine Lösung. Ideal wäre es, wenn wir uns mit dem Landkreis einigen und auf dem Platz bleiben könnten." Funktioniere das nicht, werde sich Stahl nach anderen Möglichkeiten umschauen.

Erklärung

Landkreis: Nach einem Vororttermin mit einer Pflegefirma wurde festgelegt, dass der Rasenplatz nur am 31. März in der Zeit von 14 bis 17 Uhr geöffnet wird. Der Platz darf weder vor noch nach dem Spiel für Training genutzt werden. Ab dem 1. April beginnen Pflegearbeiten. Für die anstehenden Termine am 20. und 27. April wird über die Freigabe des Platzes zum gegebenen Zeitpunkt entschieden.

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