Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Wiedereröffnung
Neuer Conradsberg für 2,8 Millionen Euro feierlich eingeweiht

Sophie Schade / 12.05.2019, 12:15 Uhr - Aktualisiert 12.05.2019, 16:55
Hennigsdorf Ein Jahr lang musste der Jugendclub "Conny Island" in das Verwaltungsgebäude der PuR in der Fabrikstraße ausweichen. Eine Umstellung, die sicherlich für alle Beteiligten nicht leicht war, aber: Die Wartezeit hat sich gelohnt. Am Sonnabend wurde das neue Gemeinschaftszentrum Conradsberg eingeweiht.

Die Jugendlichen haben, neben ihren neuen Räumen, nun auch Möglichkeiten, sich draußen an der frischen Luft nach Belieben auszutoben. Ein Grillplatz und eine "Chill Area" zum Entspannen warten darauf, der Schauplatz einer Party an einem lauen Sommerabend zu sein.

Die neue Freilichtbühne wurde mit dem Programm zur Eröffnung des neuen Gemeinschaftszentrums genauso eingeweiht wie der Sportkäfig, den Basketballfans sofort in Beschlag nahmen. Die Wünsche der Jugendlichen für "ihren Conny" wurden fast alle umgesetzt, weiß Dietmar Pustai, der Teamleiter des kernsanierten Jugendclubs "Conny Island".

Nach einem Renovierungsstau in der Stadt sei das gesamte Gebäude "auf links gekrempelt" worden. Die Fassade hat einen neuen Anstrich bekommen, der Boden wurde ausgebessert. Die Flure wirken mit dem weißen Anstrich ansprechender. "Auch wenn wir uns in unserem Ausweichquartier wohlgefühlt haben: Wir sind froh, wieder hier zu sein", gibt Dietmar Pustai zu. "Wir hatten aufgrund der Nähe zu Berlin schon Sorge, dass ein Jahr Bauzeit nicht ausreichen wird. Aber es hat alles geklappt."

Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther (SPD) erinnerte an die wechselvolle Geschichte der Gebäude am Konradsberg. In den 1930er-Jahren dienten sie als Heim der Hitlerjugend, zu DDR-Zeiten waren sie eine Förderschule.

2,8 Millionen Euro hat die Renovierung gekostet. Bezahlt hat das jeweils zu einem Drittel die Stadt, das Land und der Bund. Gut angelegtes Geld, wie der Bürgermeister findet, denn das Engagement, für das das neue Gemeinschaftszentrum nun Platz biete, sei ein "unsichtbares Netz, das unsere städtische Gemeinschaft zusammenhält."

Dem konnte Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, nur beipflichten. Das Bühnenprogramm spiegelte die Vielfalt der Akteure wieder, die in Zukunft die Räume des Gemeinschaftszentrums mit Leben füllen. Vorneweg die Integrations- und Familienarbeit der PuR. Während Mütter einen Sprachkurs besuchen, können sie ihre Kinder jetzt bei ehrenamtlichen Betreuerinnen in Obhut geben – in Sichtweite des Kursraums.

Die Musikerinitiative Hennigsdorf unterzog die neuen Probenräume direkt einem Praxistest. Der Jugendbeirat der Stadt hat nun ebenfalls sein Büro am Konradsberg. "Damit haben wir einen noch direkteren Draht zu denen, die wir in der Stadtverordnetenversammlung vertreten", sagt Maximilian Mücke, Mitglied des Jugendbeirats.

In der Keramikwerkstatt wurde bereits fleißig getöpfert. Kathrin Reimer saß ein paar Türen weiter hinter ihrem Spinnrad und verarbeitete Wolle zu Accessoires. "Es ist wirklich an alles gedacht worden", so ihr erster Eindruck vom neuen Zentrum. Jeder hätte die Möglichkeit, sich kreativ auszuleben. Die Voraussetzungen für ein lebendiges Miteinander sind also gegeben.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG