Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Notfallversorgung
2,6 Millionen Euro für neue Rettungswache in Hennigsdorf

Stellen die Pläne vor: Finanzdezernent Matthias Rink, Landrat Ludger Weskamp, Oberhavel Klinken-Geschäftsführer Detlef Troppens und Rettungsdienst-Einsatzleiterin Juliane Lieger (von links)
Stellen die Pläne vor: Finanzdezernent Matthias Rink, Landrat Ludger Weskamp, Oberhavel Klinken-Geschäftsführer Detlef Troppens und Rettungsdienst-Einsatzleiterin Juliane Lieger (von links) © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 14.05.2019, 14:52 Uhr - Aktualisiert 14.05.2019, 15:49
Hennigsdorf (MOZ) Nach 1,3 Millionen Euro für Oranienburg und einer Million Euro für Kremmen, nimmt der Landkreis weitere 2,6 Millionen in die Hand, um nun in Hennigsdorf eine neue Rettungswache zu bauen. Der Neubau an der Veltener Straße, direkt am Wohnheim für OSZ-Schüler, soll Mitte 2021 bezugsfertig sein.

Der Altbau am Krankenhaus, Anfang der 90er-Jahre als erste Rettungswache im Kreis eröffnet, hat ausgedient. Das bestätigt Detlef Troppens, Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken. Baumängel aus der Anfangszeit zogen mehrfache Investitionen nach sich, Feuchtigkeitsschäden seien gerade erst wieder behoben worden.

Spätestens 2016 wurde mit dem Rettungsdienstbereichsplan und einem steigenden Einsatzdienstaufkommen klar: In Hennigsdorf muss etwas passieren. 11 000 Einsätze werden dort pro Jahr gefahren. Das sind mehr als die Hälfte im gesamten Kreis. "Ein Neubau ist die vernünftigste Lösung gewesen", sagt Landrat Ludger Weskamp (SPD). Finanzdezernent Matthias Rink (CDU) spricht von einer zeitgemäßen und zukunftsorientierten Rettungswache.

Der großzügige Neubau (785 Quadratmeter) der Lehrrettungswache bietet acht statt bisher vier Fahrzeugstellplätze. Es gibt einen Schleusenbereich zum Desinfizieren, Umkleiden, Pausen- und Ruheräume. Über den Sozialtrakt ist ein Aufbau für Weiterbildungen angeschlossen: Azubi-Raum, Teeküche, Bereichsleiterbüro, Schulungsraum, Sanitäreinrichtung. "Wir bilden momentan 16 Notfallsanitäter aus, sie haben damit ihren eigenen Trakt", sagt Rettungsdiensteinsatzleiterin Juliane Lieger. Auch einen Fitnessraum wird es geben. "Mitarbeiterzufriedenheit ist wichtig", sagt Detlef Troppens. Eine Wache direkt am Krankenhaus sei es eher weniger. "Sie muss da stehen, wo die Wege am kürzesten sind", fasst er die neue Rettungswesen-Philosophie zusammen. Das sei an der Veltener Straße der Fall.

Der Notfallsanitäter aus Hennigsdorf steuern Hennigsdorf, Velten, Nieder Neuendorf, Stolpe-Süd und Stolpe-Dorf, Teile von Oberkrämer und Abschnitte der A 111 und A 10 an. Der Neubau in Hennigsdorf ist auch eine Reaktion auf die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist, die nicht mehr gehalten werden konnte. Bei 95 Prozent aller Einsätze pro Jahr sollten 15 Minuten von der Notfallmeldung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vor Ort nicht überschritten werden. 2015 war die Quote in Oberhavel auf 91 gesunken.

Die Grundsteinlegung der neuen Rettungswache soll Anfang 2020 erfolgen, Mitte des Jahres könnte dann schon Richtfest und ein Jahr später Fertigstellung gefeiert werden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG