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Entwarnung: Marode Havelbrücke muss nicht gesperrt werden

Marode, aber befahrbar: Hennigsdorfs Havelbrücke, die die Stadt mit Berlin und Hohen Neuendorf verbindet (Archivbild).
Marode, aber befahrbar: Hennigsdorfs Havelbrücke, die die Stadt mit Berlin und Hohen Neuendorf verbindet (Archivbild). © Foto: Tilman Trebs
Roland Becker / 24.05.2019, 16:03 Uhr
Hennigsdorf (MOZ) Zwar steht der offizielle Prüfbericht der in dieser Woche erfolgten Untersuchungen noch aus. Doch Ralf Dimmek, Sachgebietsleiter für Investitionen im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde, gibt vorsichtig Entwarnung. Erste Ergebnisse lassen hoffen, dass die Brücke weder gesperrt noch in der Tonnenlast weiter beschränkt werden muss. "Endgültig bestätigen können wir das aber erst, wenn der schriftliche Bericht vorliegt", fügte Dimmek hinzu.

Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther (SPD) zeigte sich erleichtert: "Die positiven Anzeichen nehmen im Moment zu." Das bezog er einerseits auf den Zustand der alten Brücke. Andererseits sei bei einem Vor-Ort-Termin am Donnerstag vonseiten der Eberswalder Behörde bekräftigt worden, dass man für die Zeit des Brückenneubaus eine Sperrung vermeiden oder zumindest zeitlich stark begrenzen will. Das teilte die parteilose Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg (für Die Linke) mit, die ebenfalls beim Vor-Ort-Termin zugegen war.

Zwar liegt Hennigsdorf noch immer keine finale Zusicherung vor, dass für die Zeit des Brückenneubaus eine Behelfsbrücke entsteht. Laut Günther sei vom Wasserstraßenamt aber zugesagt worden, dass bis zu Beginn der Sommerferien am 20. Juni eine Entscheidung zwischen den drei Varianten gefallen sein soll. Für Günther scheint klar, dass die Variante eines Neubaus ohne Behelfsbrücke ausscheidet: "Ich gehe davon aus, dass es nur eine Frage ist, ob diese nördlich oder südlich der jetzigen Brücke entsteht." Er fordert, dass nach dieser Entscheidung sofort die Planung beginnt. "Wir werden darauf achten, dass alle Planungsschritte zügig umgesetzt werden."

Sollte die alte Brücke während des Bau der Ersatzüberquerung der Havel oder aus einem anderen Grund gesperrt werden müssen, soll eine mobile Metallüberführung auf die alten Widerlager gesetzt werden. Laut Domscheit-Berg und Günther werden dafür drei Monate benötigt. Dimmek hingegen geht von sechs Monaten aus.

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