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Stadtpolitik
Hennigsdorfs Parlament ist jünger und weiblicher

Bürgermeister Thomas Günther und Lutz Peter Schönrock bei der konstituierenden Sitzung des Stadtparlamentes.
Bürgermeister Thomas Günther und Lutz Peter Schönrock bei der konstituierenden Sitzung des Stadtparlamentes. © Foto: Roland Becker
MOZ / 20.06.2019, 18:45 Uhr
Hennigsdorf Wo sitzen wir denn diesmal?", fragte sich eine Abgeordnete kurz vor dem Beginn der konstituierenden Sitzung des Hennigsdorfer Stadtparlaments am Dienstag. Da manche Fraktionen geschrumpft, andere gewachsen sind und es galt, für die AfD einen Platz zu finden, wurde die Sitzordnung ein Stück auf den Kopf gestellt. Zur Beruhigung der Linken: Diese dürfen nun statt auf der konservativen Seite wieder dort Platz nehmen, wo sie sich in der Gesellschaft von SPD und Grünen befinden.

Doch nicht nur die Sitzordnung, auch die Zusammensetzung des Parlaments ist eine andere. Auf den ersten Blick fällt vor allem auf: Die Stadtverordnetenversammlung ist deutlich weiblicher geworden. Nach der Wahl 2014 zogen ganze sechs Frauen ins Parlament ein. Dem standen inklusive des Bürgermeisters 27 Männer gegenüber. Diesmal sind es 12 Frauen, die gewählt wurden, um Hennigsdorfs Politik zu gestalten. Eigentlich hätte Dorena Voss die Frauenriege noch verstärkt, doch sie lehnte die Annahme ihres Mandats ab.

Endlich hat auch die SPD die Kurve gekriegt. Vor fünf Jahren war es allein Petra Winkel, die in der 14-köpfigen Fraktion die Fahne der Frauen hochhielt. Jetzt kann sie sich darüber freuen, dass noch drei weitere Frauen der Fraktion angehören, die diesmal aus neun Mitgliedern besteht. Bürgermeister Thomas Günther (SPD/Bild) ist übrigens der 33. Abgeordnete im Parlmentsrund.

Im konservativen Lager herrscht allerdings weiterhin Frauenmangel. Die CDU konnte sich bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Parlament immerhin auf die Stimme von Birgit Tornow-Wendland verlassen. Jetzt bleiben die fünf Männer ganz unter sich. Bei der FDP trat gar nicht erst eine Frau an. Anders sieht es beim Parlamentsneuling AfD aus. Unter deren fünf Abgeordneten befinden sich zwei Frauen.

Wer genau hinschaut, kann auch feststellen, dass das Parlament nicht mehr das ist, was manchmal scherzhaft als das "Parlament der alten Hasen" bezeichnet wird. Immerhin zehn Abgeordnete sind jünger als 40, zwei sogar gerade mal um die 20. Hätte Erik-Jonas Naujoks (FDP) sein Mandat angenommen, hätte sich der Altersdurchschnitt noch etwas nach unten verschoben.

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