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Stefan Fleschner stellt sich zur Wahl

Stefan Fleschner ist seit 23 Jahren Mitglied beim Traditionsverein aus Hennigsdorf.
Stefan Fleschner ist seit 23 Jahren Mitglied beim Traditionsverein aus Hennigsdorf. © Foto: Steffen Kretschmer
Stefan Zwahr / 09.07.2019, 12:59 Uhr - Aktualisiert 09.07.2019, 13:16
Hennigsdorf (MOZ) Drei Wochen nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung, über deren Verlauf offiziell nichts bekannt geworden ist, gibt es Neuigkeiten vom FC 98 Hennigsdorf. Stefan Fleschner kündigte am Dienstag seine Kandidatur für das Amt des Vorsitzenden an.

"Die Idee schwirrt mir schon seit Monaten durch den Kopf", sagt der 30-Jährige, der dem Verein seit 1995 angehört. Der gebürtige Hennigsdorfer fing damals bei Stahl an, machte 1998 die Fusion mit Motor mit und kehrte nach einem Gastspiel bei Forst Borgsdorf und der Zeit bei der Bundeswehr vor zwei Jahren zu seinem Heimatverein zurück. Bei diesem ist er aktuell Jugendleiter und fungiert zudem als Schiedsrichter in der Landesliga.

Nun strebt Fleschner den Vorsitz beim Traditionsverein an, dessen erste Männermannschaft in der vergangenen Saison in finanzielle Schieflage geraten war. Darüber hatte Bastian Klebauschke im Frühjahr berichtet. Die Zukunft des Amtsinhabers (der für die kommenden Tage eine Stellungnahme angekündigt hat) ist offen. Unbestätigten Informationen zufolge stellt er sich nicht der Wiederwahl.

Antreten wird am 5. August die frühere Jugendleiterin Ramona Hinz. Mit dieser hatte Fleschner nach eigener Aussage eine Kooperation angestrebt. "Ohne Erfolg. Das war von ihr absolut nicht gewollt. Sie ist eine gute Funktionärin und hat im Nachwuchs gute Arbeit gemacht. Aber ihre Ideen teile ich nicht." Daher sei bei ihm vor einer Woche "und nach langen Gesprächen" der Entschluss gereift, selbst anzutreten. Hauptgrund: "Ich sehe den Verein in seiner Existenz bedroht, was die sportliche Perspektive betrifft. Momentan gibt es viele offene Fragen, die geklärt werden müssen."

Diese würden vor allem die erste Männer-Mannschaft betreffen. Viele Leistungsträger haben den Verein verlassen oder sollen zu Beginn der Wechselphase vorsorglich ausgetreten sein, Neuzugänge wurden noch nicht präsentiert. Mitglieder des aktuellen Vorstands waren in den vergangenen Wochen nicht für ein Statement zur aktuellen Situation zu erreichen. Trainer Hans Oertwig meldete sich am Dienstag – und kündigte an, in den nächsten Tagen etwas sagen zu wollen. Ob er die Mannschaft weiterhin betreut, ist offen. "Es wird eine Mannschaft geben", versichert Fleschner, der mit Klebauschke in Kontakt steht. "Es gibt Zusagen von Spielern. Wir werden eine spielfähige Mannschaft haben. Welche Qualität diese hat, wird sich zeigen."

In finanzieller Hinsicht sei der Verein in seiner Existenz nicht bedroht.  "Es konnten alle Rechnungen bezahlt werden. Eingekürzt wurden nur die Aufwandsentschädigungen für die erste Mannschaft. Nun muss sich der Verein neu sortieren." Diese Aufgabe übernehme bis zur Wahl der alte Vorstand.

Was passiert, wenn Stefan Fleschner der neue starke Mann wird? "Die erste Mannschaft muss so hoch spielen wie möglich." Natürlich müsse der Fokus weiterhin auch auf dem Nachwuchs liegen. "Du brauchst aber auch externe Spieler. Wir sind nah an Berlin dran, wo viel Potenzial ist. Mit eigenem Nachwuchs allein kannst du die Landesliga nicht halten. Und Junioren muss eine klar Perspektive aufgezeigt werden. Du kannst es keinem Jugendspieler schmackhaft machen, wenn die Erste in der Kreisliga spielt. Mittelfristig muss es das Ziel sein, den Verein in der Brandenburgliga zu etablieren.

Gerüchte, wonach es mehrere Lager im Verein gibt, kann Stefan Fleschner nicht entschärfen. "Es gibt viel verbrannte Erde."

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Regionalsport Hans Oertwig Mitgliederversammlung Ramona Hinz Neuigkeit

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