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Nach Schäden
Schlosspark-Elefant "Hammiball" in Sicherheit gebracht

Das ist er: Stadtverordnetenvorsteher Holger Mücke, Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und Rathauschef Hans-Joachim Laesicke (v.l.) enthüllten "Hammiball".
Das ist er: Stadtverordnetenvorsteher Holger Mücke, Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und Rathauschef Hans-Joachim Laesicke (v.l.) enthüllten "Hammiball". © Foto: Sophie Schade
Friedhelm Brennecke / 12.07.2019, 08:30 Uhr - Aktualisiert 12.07.2019, 08:46
Oranienburg (MOZ) Er ist ein Geschenk von Bürgern für Bürger – der Kunststoffelefant "Hammiball", der anlässlich des 25-jährigen Partnerschaftsjubiläums von Hamm 2015 nach Oranienburg kam. Das war damals im Vorfeld mit einem gewissen Gezerre um den idealen Standort verbunden. Soll er am Tierpark in Germendorf aufgestellt werden? Zu weit weg, geradezu abgeschoben! Kann er am Rastplatz an der Lehnitzschleuse oder im Kreisverkehr Sachsenhausener Straße sein Oranienburger Zuhause finden? Auch diese Ideen wurden verworfen.

Seinen Platz fand der Elefant, der seit der Landesgartenschau in Hamm 1984 als ein Maskottchen und Markenzeichen der Stadt an der Lippe gilt,  schließlich vor dem Haupteingang zum Schlosspark, der vor zehn Jahren mit den "Traumlandschaften einer Kurfürstin" zur Landesgartenschau nach Oranienburg einlud und sich Jahr für Jahr eines wachsenden Besucherinteresses erfreut.

Doch seit einigen Wochen ist "Hammiball", wie das Gastgeschenk aus Hamm passenderweise getauft wurde, dort verschwunden. Ist er Opfer von Vandalismus geworden? "Nein, er befindet sich aber gewissermaßen in der ,Reha’", sagt Urte Voigt von der Tourismus & Kulturgesellschaft (TKO), die diesen Standort damals favorisierte. Stadtsprecher Gilbert Collé bestätigt das. Der Stadthof habe "Hammiball" abbauen müssen, weil er in jüngster Zeit ein wenig instabil geworden sei.

Vermutlich habe das Rüsseltier aus Kunststoff oft als Fotomotiv gedient mit Kindern als Reiter obendrauf. Jedenfalls hätten sich sowohl der Rüssel als auch ein Bein gelockert, berichtet Collé. Aus Gründen der Verkehrssicherheit und, um dem Kunststofftier nicht noch weitere Schäden zuzufügen, sei  es von seinem Standort entfernt worden.

Es habe sich also nicht um Vandalismus gehandelt, eher womöglich schon um zu viel "Tierliebe", die dem Gastgeschenk zugesetzt habe. Als "Reittier" eigne sich der Kunststoff-Kamerad jedenfalls nicht, sagt Collé.

Jetzt werde "Hammiball" nach gründlichen Untersuchungen mit entsprechenden Materialien wieder stabilisiert. Das soll natürlich so geschehen, dass sein äußeres Erscheinungsbild nicht beeinträchtigt wird. Schließlich würde das die auf Oranienburg zugeschnittene Bemalung zerstören. Das soll auf alle Fälle vermieden werden.

Wann "Hammiball" aus der "Reha" wieder der Öffentlichkeit präsentiert wird, ist noch nicht klar. Fest steht allerdings schon, so Gilbert Collé, dass dem Hammer Gastgeschenk ein anderer Platz zugewiesen werden soll. Noch werde überlegt, wo dies sein kann. "Auf alle Fälle wollen wir ihn wieder gut sichtbar für die Öffentlichkeit präsentieren. Denn schließlich ist es ja ein Geschenk der Hammer Bürger für die Oranienburger Bürgerschaft", sagt Collé.

Geschichte eines Gastgeschenks

"Hammiball" ist die Idee einer Volleyballgruppe der Hammer Stadtverwaltung, die seit 1990 freundschaftliche Beziehungen zu Oranienburger Kollegen unterhält. Der Name "Hammiball" ist von Hamm abgeleitet und verweist auf die Volleyballer.

Anlässlich des 25-jährigen Partnerschaftsjubiläums im Oktober 2015 wurde "Hammiball" vor dem Haupteingang des Schlossparks enthüllt..

An den Kosten des "Geschenks von Bürgern für Bürger" beteiligte sich Hamms Oberbürgermeister zu einem Drittel.

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