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Neue FC-98-Vorsitzende
"Wir müssen uns wieder auf den Fußball konzentrieren"

Wurde am Dienstag zur neuen Chefin gewählt: Ramona Hinz (hier neben Uwe Blaschke bei einer Veranstaltung des Landesverbandes in Hennigsdorf)
Wurde am Dienstag zur neuen Chefin gewählt: Ramona Hinz (hier neben Uwe Blaschke bei einer Veranstaltung des Landesverbandes in Hennigsdorf) © Foto: Karsten Schirmer
Steffen Kretschmer / 08.08.2019, 15:25 Uhr - Aktualisiert 16.08.2019, 18:26
Hennigsdorf (OGA) Kurz nach 22.30 Uhr stand am Dienstag das Ergebnis fest. Ramona Hinz wird künftig den FC 98 Hennigsdorf als Vorsitzende leiten. Sie folgt auf Bastian Klebauschke, der nach zwei Jahren im Amt nicht mehr kandidierte.

Wacht man nach einer gewonnenen Wahl wie am Dienstag am nächsten Morgen anders auf? Schließlich sind Sie Vorsitzende eines Vereins.

Ramona Hinz: So viel anders war das gar nicht. Es gab aber ganz viele Anrufe und Nachrichten von Freunden, Bekannten und auch anderen Vereinen. Das waren tolle Gesten.

Was haben Sie als erstes getan, was mit dem FC 98 zu tun hatte?

Ich habe mir den Schlüssel für das Vereinsheim abgeholt.

Sind Sie mit dem Gefühl in die Mitgliederversammlung gegangen, dass Sie sich am Ende auf jeden Fall durchsetzen werden?

Ehrlich gesagt hatte ich überhaupt kein Bauchgefühl. Ich habe es drauf ankommen lassen, wie die Mitglieder entscheiden. Wenn sie gegen mich gestimmt hätten, wäre das auch in Ordnung gewesen und ich hätte damit leben müssen. Mein Puls ist bei der Wahl aber schon etwas gestiegen. Ich habe versucht, den Mitgliedern in die Augen zu schauen. Es war aber schwierig, etwas in ihnen zu lesen.

In den vergangenen Wochen gab es reichlich Trubel um den FC 98. Hat sich das auch in der Versammlung widergespiegelt?

Die Stimmung war sicher sehr emotional. Anfeindungen gab es aber nicht. Und wenn es in einer solchen Sitzung keine kritischen Worte gibt, dann braucht mandas eigentlich auch nicht zu machen.

War es unter den Kandidaten eine faire Wahl?

Die war es. Ich war auch dafür gewesen, dass Stefan Fleschner auch in meinem Vorstand mitmacht. Das wollte er nicht. Es ist wirklich schade, dass wir ihn verlieren.

Zuletzt war immer von mehreren Lagern die Rede, welche den Verein spalten. Was muss aus Ihrer Sicht passieren, damit der Verein wieder in ruhiges Fahrwasser gerät?

Wir müssen uns einfach wieder auf Fußball konzentrieren und dahin kommen, jedes Mitglied und jede Mannschaft gleich zu behandeln. Die erste Mannschaft soll natürlich auch weiterhin das Aushängeschild des Vereins bleiben. Aber auch der Rest, die Junioren, die Frauen, die Senioren und die zweite Männer-Mannschaft müssen gewürdigt werden. Im Nachgang werden jetzt sicher viele Einzelgespräche geführt und die Fragen gestellt werden, was sich wer vorstellen kann.

Thema waren in der jüngsten Vergangenheit auch Zahlungsprobleme. So konnten die Aufwandsentschädigungen der ersten Mannschaft lange Zeit nicht bezahlt werden. Der alte Vorstand wurde dennoch entlastet. Wie passt das zusammen?

Alle Belege passen. Auch das, was ein- und ausgebucht wurde, ist so, wie es sich gehört. Wir müssen jetzt gucken, warum vor einiger Zeit diese Aussage getroffen wurde, wenn jetzt plötzlich alles stimmt. Zu diesem Thema jetzt aber im Detail etwas zu sagen, ist zu früh.

Die neue Vereinsspitze

Der neue Vorstand: Ramona Hinz ist zur Vorsitzenden gewählt worden. Einen Stellvertreter gibt es bisher nicht. Steffen Misdziol wurde zum Schatzmeister ernannt. Die Beisitzer im Vorstand: Michael Kreimeier, Michael Pagel, Michel Wehner, Wolfgang Tschirswitz, Jörn Ehrich, Ronald Giese. "Mit acht Leuten sind wir gut aufgestellt", sagt Ramona Hinz.

Steffen Misdziol: Der Vorsitzende des Spielausschusses vom Fußballkreis Oberhavel/Barnim war am Dienstag bei der Wahlversammlung selbst nicht vor Ort. Misdziol war vielmehr bei der Staffeltagung der Kreisliga West zugegen. "Das war so abgesprochen", sagt er. "Ich hatte meine schriftliche Bereitschaftserklärung gegeben, im Vorstand mitmachen zu wollen." Dass er nun auch neben seiner Funktion im Kreis auch ein Amt im Verein übernimmt, erklärt er wie folgt: "Ich habe immer gesagt, dass, wenn mein Berufsleben irgendwann zu Ende geht, ich auch wieder zum FC 98 zurückkehre und mich einbringen werde. Ramona Hinz war die erste Kandidatin, und sie hat mich um Hilfe gebeten. Wer mich kennt, der weiß, dass, wenn ich etwas mache, ich es auch möglichst gut machen möchte. Ich werde mich beim FC 98 Hennigsdorf also meiner neuen Aufgabe stellen."⇥skr

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