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SC Oberhavel
Brüder übernehmen Führung in Landesliga-Mannschaft

Stefan Zwahr / 14.08.2019, 09:53 Uhr
Velten (MOZ) Ein Brüderpaar hat nun die Chefrolle beim Landesligisten SC Oberhavel Velten inne. Kevin Purrmann ist Kapitän, sein Bruder Nino Co-Kapitän. "Als ich nach Velten gekommen bin, war es unter dem Trainerteam Janotta genau andersrum", erinnert sich Kevin an die Saison 2015/16.

Innerhalb der Familie sei die Rollenverteilung kein Thema. "Bei uns ist es Wurst, wer die Binde am Arm hat. Da gibt es keine Hierarchie. Wir denken beim Fußball gleich – wenn Nino auch ein bisschen besser spielen kann", so der 32-Jährige.

Diese Aussage nimmt der zwei Jahre jüngere Bruder mit einem Lachen auf. "Technisch kann ich wohl die feinere Klinge spielen. Was Kevin aber vielen Fußballern voraus hat, sind die Willenseigenschaften. Im Training und Spiel geht er immer ans Limit. Und er hat ein unglaubliches Zweikampfverhalten."

Sieben Jahre Velten

Auch beim Umgang mit den Teamkollegen gibt es Unterschiede. "Nino ist sachlicher, ich bin eher der emotionalere Part. Das ergänzt sich gut", sagt Kevin, der im "dritten oder vierten Jahr" wieder Kapitän ist. "Ich glaube nicht, dass ich mich anders gebe, nur weil ich Kapitän bin. Ich übernehme Verantwortung, ob nun mit oder ohne Binde." In Kremmen sei er schon als 20-Jähriger in dieser Rolle gewesen. "Bei mir steckt es drin. Dafür hatte ich in Schönwalde nie diese Amt, habe aber dennoch meinen Senf dazugegeben." Er nehme die Kapitänsbinde aber gerne an. "Es sollte einer machen, der es drin hat. Ich erinnere mich an meine erste Phase in Velten mit Martin Singer. Der hatte was und konnte das auch. Da habe ich mir viel von abgeguckt."

Kevin Purrmann geht in sein insgesamt siebtes Jahr in Velten. "Ich denke, ich werde da auch nicht mehr weggehen. Natürlich weiß man nie, wie es läuft. Wenn ich spielen kann, bleibe ich, bis der Trainer mich nicht mehr will." Vor den zweieinhalb Jahren in Schönwalde spielte der Defensivakteur zwei Jahre in Velten.

Als Junior zur Sportschule

In der Ofenstadt wuchsen Kevin und Nino auf, kickten aber in Kremmen. "Unser Vater war da Jugendtrainer." Während Kevin beim FCK bis zum Übergang in den Männerbereich spielte (und dem Kreispokalsieger-Team von 2009 angehörte), wechselte Nino als Junior nach Velten und Oranienburg und dann an die Sportschule Cottbus. Dieser spielte später auch für Sachsenhausen sowie Schönwalde und sagt: "Unsere Wege waren recht unterschiedlich. Ich hätte wohl nie gedacht, dass wir mal in einer Mannschaft spielen. Aber es ist gut, dass es so gekommen ist. Niemals hätte ich gedacht, dass es so viel Mehrwert bringt, mit Familie und Freunden Fußball zu spielen." Auch Kevin fühlt sich beim SC Oberhavel wohl. "Velten ist meine Heimat. Und nun habe ich meinen Heimatverein gefunden."

Was mit diesem in der neuen Saison möglich ist, sei schwer zu sagen. "Die Vorbereitung lief bei uns eher suboptimal. Wir wollen so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Mit mehr sollten wir uns erst einmal nicht beschäftigen." Die Liga werde nicht einfacher. Von Woche zu Woche könne die Tagesform entscheiden. "Ein paar Teams setzen sich vielleicht ab, aber der Rest wird eng beisammen sein." Das sei auch letztes Jahr so der Fall gewesen. "Und am Ende mussten wir sogar gucken, dass wir drin bleiben. Wichtig ist, gut zu starten, damit man den Fahrtwind mitnimmt. Sonst kann es für jede Mannschaft eng werden."

Ähnlich formuliert es Nino Purrmann. "In erster Linie sollten wir um jeden Punkt kämpfen und schauen, dass wir nichts mit der unteren Tabellenregion zu tun haben. In den Vorjahren mussten wir oft zittern. Wenn es besser läuft als im Vorjahr, sollte es in Ordnung sein."

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