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Volkssport
Citylauf: "Wir haben eine neue Dimension erreicht"

Stefan Zwahr / 28.08.2019, 11:38 Uhr
Hennigsdorf (MOZ) Eine Premiere gab es beim Hennigsdorfer Citylauf schon sechs Tage vor dem ersten Startschuss: Alle 700 Startplätze für die 22. Auflage waren am Montag vergangener Woche vergriffen. Die Anmeldung wurde daraufhin gestoppt. "Dennoch konnten wir am Wettkampftag alle Nachmeldewünsche erfüllen", berichtet Cheforganisator Marco Fiedler. Dass vor Ort gut 70 Startplätze neu zugewiesen werden konnten, lag daran, dass vorangemeldete Athleten nicht erschienen sind. "Ein bisschen schade war, dass vier oder fünf Bambinis nicht nachgemeldet werden konnten, weil es da noch keine freien Startnummern gab", so Fiedler. Der Funktionär vom SV Stahl Hennigsdorf zog dennoch ein positives Fazit. "Die Strecke war schnell. Und es hat alles super funktioniert."

Das neue Anmeldeverfahren habe sich bewährt – wenngleich es nach dem Meldeschluss zu Wochenbeginn auch kritische Worte gab. "Es waren einige Anrufe und Mails dabei, die vom Ton her deutlich unter der Gürtellinie waren", bemerkt Fiedler. "Das hat mich sehr geärgert." Der Verein habe "immer alle darauf verwiesen, dass wir bei 700 Schluss machen und dann vor Ort neu vergeben, wenn gemeldete Läufer nicht kommen".

An diesem Verfahren will Stahl Hennigsdorf auch künftig festhalten – allerdings mit anderen Zahlen. "Wir haben jetzt schon beschlossen, dass wir im nächsten Jahr 900 Startplätze haben. Wenn die voll sind, geht es nicht weiter." Fiedler spricht von einem Sicherheitsfaktor. "Bei einem größeren Starterfeld musst du zum Beispiel entsprechend mehr Helfer haben."

Die Teilnehmerzahlen sind beim Citylauf permanent gestiegen. "Wir hatten letztes Jahr mit 569 Finishern einen neuen Rekord. Der hat uns überrascht. Diesmal waren wir vorbereitet." Mit den 620 Finishern vom Sonntag sei eine neue Dimension erreicht worden. "Wir zählen neben dem Sachsenhausen-Gedenklauf und dem Brandenburg-Cup in Hohen Neuendorf zu den drei größten Läufen in Oberhavel. Das ist natürlich ein tolles Gefühl."

Die weiteste Anreise hatte einmal mehr Bernhard Schöberl. Der Vorjahressieger aus Regensburg wurde Dritter auf der langen Distanz. "Es freut mich riesig, dass er so einen langen Weg auf sich genommen hat", so Fiedler.

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