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Beschluss
Sanierung der Fontanesiedlung beginnt im Frühjahr

Wiebke Wollek / 09.10.2019, 09:22 Uhr
Hennigsdorf Im Frühjahr 2020 kann es losgehen: Für die Sanierung der Fontanesiedlung haben die Hennigsdorfer Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht gegeben. Damit wird gleichzeitig die Voraussetzung für die Umlegung der Buslinie 809 geschaffen. Dazu werden in der Fontanesiedlung mehrere Haltestellen gebaut, was nicht allen gefällt, vor allem nicht den Bewohnern des neugebauten Hauses mit der Nummer 11a, zwischen dem Weg zur Schwimmhalle und dem Gebäude, in dem die IG Metall und eine Steuerberatung sitzen.

Erste Pläne aus 2014

"Die Bushaltestelle wäre ja dann genau auf unserer Zufahrt", beklagte sich eine Bewohnerin in der Einwohnerfragestunde. Dirk Asmus, Fachdienstleiter für öffentliche Flächen, erklärte, dass die Bushaltestelle bereits 2014 an dieser Stelle geplant wurde. "Die neue Zufahrt war damals noch nicht eingetragen", sagte Asmus. Er stellte in Aussicht, dass eine Verschiebung der Haltestelle bis zum Hort Nordlicht möglich sei.

Auch aus den Reihen der AfD-Fraktion gab es Kritik am Ausbau. Ihre beiden Änderungsanträge wurden jedoch abgelehnt. So forderten sie, dass die an der Hausnummer 11a geplante Bushaltestelle verlegt wird, und zwar so, dass sie nicht vor einem Wohnhaus steht. Als Begründung führten sie schlechte Erfahrungen der Anwohner  im vergangenen Jahr an, als die Linie 824 über die Fontanesiedlung umgeleitet wurde. Der zweite Änderungsantrag zielte auf die Parkplätze ab. "Wir wollen sicherstellen, dass die Zahl der Parkplätze nicht nach unten korrigiert wird", sagte der Fraktionsvorsitzende Dietmar Buchberger. 24 neue Parkplätze sollen im Bereich der Hausnummern 13 bis 19 entstehen – als Ausgleich für die etwa 20 Parkplätze, die durch den Bau von mehreren Haltestellen rund um die Fontanesiedlung entfallen.

Bürgermeister Thomas Günther (SPD) befürwortet die Umlegung der Buslinie 809 in die Fontanesiedlung. "So ist der Bus näher an den Menschen in Hennigsdorf-Nord", sagte er. Auch die Anwohnerin Doreen Bock blickt dem Ausbau positiv entgegen. "Die Stadt hat sich wirklich Gedanken gemacht. Ich kann die Planung befürworten", sagte sie. Besonders gefällt der Hennigsdorferin, dass der Parallelweg erhalten bleibt und dass Querungshilfen geschaffen werden. Diese sollen in Höhe des Schmelzerstegs und dem Weg zum Spielplatz entstehen.

Im März beginnt das Vorhaben mit Tiefbauarbeiten für die neue Fernwärmeleitung, ab April wird dann die Straße inklusive Gehweg saniert. Außerdem wird die Beleuchtung zwischen Abzweig Marwitzer Straße und Reinickendorfer ausgetauscht. Die Straße wird sechs Meter breit, davon dienen an einer Seite drei Meter als Parkfläche. Westlich schließen sich an die Fahrbahn ein zwei Meter breiter Grünstreifen und ein mindestens 1,80 Meter breiter Gehweg an. Ende Noevmber soll die Sanierung abgeschlossen werden. Die Stadt plant mit Gesamtkosten in Höhe von 1,65 Millionen Euro. Auf die Grundstücksbesitzer werden nur die Kosten für den Bau der neuen Zufahrten umgelegt, insgesamt etwa 10 000 Euro. Genaue Zahlen können erst nach den Ausschreibungen genannt werden.

Zweiter Anlauf für den Ausbau

Im Jahr 2014 wollte die Stadt schon einmal die Straße sanieren. Eine Interessengemeinschaft kämpfte erfolgreich dagegen. Nachdem die Erschließungsbeiträge abgeschafft wurden, legte sich auch der Widerstand.⇥wol

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