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Bogenschießen
Levi Langen ist Hennigsdorfs treffsicherster Anfänger

Stefan Zwahr / 29.01.2020, 15:40 Uhr
Hennigsdorf (MOZ) Lediglich sieben Ringe fehlten dem Bogenschützen Levi Langen zum ganz großen Erfolg. Der Siebenjährige war der jüngste Teilnehmer, den der 1. BSV Hennigsdorf am Wochenende bei der Landesmeisterschaft des Brandenburgischen Schützenbundes ins Rennen schickte. Das Vertrauen rechtfertigte er mit einer starken Leistung bei den Schülern D. Mit dem Recurvebogen erreichte der Veltener bei 60 Versuchen 525 Ringe und wurde Vizemeister.

Der Zweitklässler hatte sich im Vorfeld über die Platzierung keine Gedanken gemacht. "Ich habe mir vorgenommen, gut zu schießen und 500 Ringe zu schaffen." Beides schaffte der Youngster, der dem Bogenschützenverein erst seit wenigen Monaten angehört und bislang nur wenige Wettkämpfe bestritt. Im September absolvierte Langen die erste Übungseinheit. "Zuerst habe ich mit dem Gummiband trainiert." Dabei sei es darum gegangen, die Kraft aufzubringen, um es möglichst lange halten zu können. "Dann habe ich irgendwann einen Bogen gekommen." Das sei aufregend gewesen. Mittlerweile trainiert der Schüler an zwei Tagen in der Woche. "Ich will meine Technik immer mehr verbessern", so sein nächstes Ziel.

Levi Langen ist bei den Hennigsdorfern einer der besseren Anfänger. So formuliert es Jugendwart David Sedl, der auch als Trainer fungiert. "Natürlich ist er von der Technik noch nicht so stabil. Aber wir haben Schützen, die länger brauchen, um dieses Niveau zu erreichen." Insgesamt könne man aber erst nach einem Jahr sagen, "ob der Schütze übermäßig gut ist". Der BSV-Funktionär betont, dass es in Hennigsdorf aber nicht darum gehe, aus jedem Schützen einen Landesmeister zu machen. "Jedes Mitglied kann für sich entscheiden,  ob es an Wettkämpfen teilnimmt. Wenn Leute nur eine Freizeitgestaltung suchen, ist es auch okay." Das nächste Schnuppertraining werde es im Frühjahr geben.

Dann geht Lemmy Schreiber (kleines Foto) in seine zweite Freiluftsaison. "Im März bin ich ein Jahr dabei", sagt der Zwölftjährige vom BSC Hohen Neuendorf. Dieser räumt ein, dass Bogenschießen immer leichter aussah, als es tatsächlich ist. "Es geht nicht nur um das Schießen. Du musst gerade stehen und richtig lösen. Es ist kompliziert, das alles auf einmal zu machen." Darum will der Biorkenwerderaner, bei bei den Schülern A nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen konnte, weiter üben.

BSC Hohen Neuendorf verbessert eigenen Landesrekord

Der BSC Hohen Neuendorf richtete in der Sporthalle der Regine-Hildebrandt-Schule Birkenwerder die Landesmeisterschaft Bogenschießen des Brandenburgischen Schützenbundes (BSB) aus.

Die 140 Teilnehmer kamen aus 17 Vereinen. Auf dem Programm stand eine Qualifikationsrunde mit 60 Pfeilen. In einigen Klassen wurde ein Finalschießen durchgeführt.

Die Oberhavel-Vereine gewannen jeweils acht Medaillen. Der BSC Hohen Neuendorf errang neben sechs Gold- eine Silber- und Bronzemedaille. Der 1. BSV Hennigsdorf stellte drei Landesmeister, holte vier zweite und einen dritten Platz.

Levi Langen, jüngster Hennigsdorfer Teilnehmer, wurde in der Schülerklasse D Recurvebogen mit sehr guten 525 Ringen Zweiter hinter Jakob Biermann (Frankfurt/532).

Gold ging an den Hennigsdorfer Dirk Mazurkewitz (529) in der Masterklasse Recurve, der auch im Team mit Lutz Wehnert und Harry Kinski triumphierte (1531).

Das beste Ergebnis aus Hohen Neuendorfer Sicht schoss Phillip Brunner in der Jugend Recurve. Mit hervorragenden 546 Ringen siegte er vor Adrian Neubauer (Frankfurt/524).

Als einziger Oberhaveler schaffte er damit die sichere Qualifikation für die Mitte März stattfindenden Titelkämpfe des Deutschen Schützenbundes (DSB) im bayerischen Hof. Zudem siegte Brunner im Team mit Frederik Engelhardt und Frederik Franzen (1376).

Silber errangen in den Juniorenklassen Recurve Jeannine Uhn (Hennigsdorf, 499), Richard Groß (Hohen Neuendorf/470) nach Finalschießen sowie das Hennigsdorfer Herren-Team mit David Sedl, Leonard Köhler und Peter Meißner-Raben (1535).

Bronze holte Sabine Seifert (Hennigsdorf, 497 R.) in der weiblichen Masterklasse.

Im kleinen Finale scheiterten Anton Becher (Hohen Neuendorf, Junioren), Jenny Kröcher (Hohen Neuendorf, Damen) und Leonard Köhler (Hennigsdorf, Herren) knapp.

Auch mit dem Blankbogen (ohne Visier) holten beide Vereine Medaillen. Katrin Braun (Hohen Neuendorf/477) verfehlte ihren Bestwert nur knapp, setzte sich aber gegen Xuefang Leis (Jüterbog/426) durch. In der Masterklasse siegte Werner Feldick (Hohen Neuendorf/483) vor Ingo Bieselt (Glindow/477), Roland Justies (Hohen Neuendorf/473) und Arne Perlewitz (Hohen Neuendorf/454), womit das Hohen Neuendorfer Team den eigenen Landesrekord auf 1410 Ringe verbesserte.

Bei den Senioren siegten Sybille Wiese (Hennigsdorf/470) und Helmut Geffke (Hohen Neuendorf/416). Silber errang Mario Kositzki (BSV/457) hinter Jan Stollberg (Gindow/470).⇥kk

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