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Ode an die Rhapsodie

Applaus, Blumen und Kirschzweige: Alba Gentili Tedeschi (links) und Kymia Kermani wurden in Schwante gefeiert.
Applaus, Blumen und Kirschzweige: Alba Gentili Tedeschi (links) und Kymia Kermani wurden in Schwante gefeiert. © Foto: MZV
Ines Bandoly / 03.04.2017, 08:45 Uhr
Schwante (OGA) "Diese Namen, wenn auch schwer aussprechbar, sollte man sich unbedingt merken", sagt Monta Wermann vom Musik- und Theaterverein Oberhavel (MTO). Dieser Satz wird von lautem, nicht enden wollenden Beifall von über hundert Händen fast verschluckt.

Zuvor hatte das virtuose Duo unter anderem Werke von Debussy und Gershwin präsentiert und die Zuhörer mit jazzigen Variationen überrascht. Die Empfehlung für die beiden Musikerinnen Kymia Kermani, Klarinette und Alba Gentili-Tedeschi, Klavier, kommt von Nicole Schacht. Die Berlinerin hatte das Ensemble sozusagen nach Schwante gelockt.

"Wunderschön und so nahe an Berlin", schwärmt die Pianistin. Sie begann in ihrem vierten Lebensjahr mit dem Klavierspiel und studiert in der Folgezeit Klavier und Komposition am Mailänder Konservatorium "Giuseppe Verdi". Nach ihrem Masterabschluss zieht sie 2006 nach Berlin und setzt ihr Studium an der Universität der Künste fort. Mit dem Diplom schließt sie 2011 auch ihr Soloklavier-Studium an der Akademie "Incontri col Maestro" in Imola ab.

Die in den Niederlanden geborene Klarinettistin Kymia Kermani besucht ab ihrem 15. Lebensjahr die "Young Talent Class" des Amsterdamer Konservatoriums, schließt dort ihr Bachelor-Studium ab und setzt ihr Studium als Stipendiatin am "Royal College of Music" fort. Kermani widmet sie sich sowohl der klassischen als auch der zeitgenössischen Musik.

In Schwante führt sie mit ihrer italienischen Musikpartnerin auch das Stück "Asuka" (Fluss) von Roger Boutry auf. Der 1932 geborene Komponist aus Frankreich widmet dieses Werk Sylvie Hue. Das Publikum in Schwante erlebt mit "Asuka" in drei Sätzen wahrhaft eine Premiere, da das Stück in Deutschland noch nie aufgeführt wurde.

Die Stärke des Beifalls ist enorm. Und dieser steigert sich noch - nach "Rhapsody In Blue" von Gershwin. Den Klassiker präsentieren zwei ebenbürtige Instrumentalistinnen, die im Ausdruck mit großer Freiheit und feinen Klangfarben spielen, auf ganz eigene Weise.

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