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Gesundes gesammelt in Schwante und Umgebung

Kenntnisreich: "Kräuterfee Tina" erläutert, worauf es bei der Suche ankommt.
Kenntnisreich: "Kräuterfee Tina" erläutert, worauf es bei der Suche ankommt. © Foto: MZV
Sophie Schade / 15.05.2017, 09:05 Uhr
Schwante (OGA) Die märkische Natur bietet einen reichen Schatz an heilsamen oder schmackhaften Kräutern. Martina Bauer ist ausgebildete Kräuterpädagogin und klärte am Sonnabend die 26 Teilnehmer der ersten Kräuterwanderung durch Schwante und Umgebung darüber auf, welche Gewächse essbar, heilsam oder eben in den entsprechenden Dosen auch giftig sind. Nebenbei durfte die Truppe selbst durch Wald und Wiesen stampfen und fleißig Kräuter sammeln.

Das Projekt wurde vom Förderverein Regionalpark Krämer Forst initiiert. "Schwante hat sich inzwischen zu einem kleinen Geheimtipp entwickelt für jeden, der darauf aus ist, kulinarische Besonderheiten aus der Region zu probieren", so der Vorsitzende Dirk Jöhling. Dabei gilt es auch zu erforschen, welche verborgenen Schätze sogar direkt vor der Haustür wachsen, die mitunter schnell als Unkraut abgestempelt werden. Das dazu nötige Wissen gab Martina Bauer aus Falkensee - in ihrer Heimat besser als "Kräuterfee Tina" bekannt - den Teilnehmern der Wanderung weiter. Sie weiß nach einer einjährigen berufsbegleitenden Ausbildung zur Kräuterpädagogin bestens über die Wirkung der einzelnen Pflanzen Bescheid.

"Aus Spitzwegerich lässt sich beispielsweise eine sehr wirkungsvolle Tinktur gegen den Juckreiz nach Mücken- oder Wespenstichen mischen", war nur einer ihrer zahlreichen Tipps. Grundlegend sei für die eigene Kräutersuche aber eine wichtige Faustregel zu beachten: Wenn nicht alle Merkmale der Pflanze klar identifiziert werden können und damit nicht ganz sicher feststehe, um welches Gewächs es sich handelt, dürfe das Kraut auf keinen Fall gegessen werden.

Die Wandergruppe hörte Martina Bauer dabei aufmerksam zu. Vom Grundschulkind bis hin zum Rentner waren alle Altersklassen vertreten. "Mein Sohn hat von sich aus gesagt, dass er unbedingt mitkommen möchte", freute sich Kristin Hesse aus Vehlefanz. Besagter Sohn Michel, gerade einmal fünf Jahre alt, ergänzte: "Ich freue mich schon darauf, gleich ganz viele Kräuter zu sammeln." Das große Interesse an der Veranstaltung stimmte Dirk Jöhling optimistisch, dass die Kräuterwanderung eine Fortsetzung erleben wird. Dann vielleicht zu einer anderen Jahreszeit, um die verschiedenen Pflanzen in einem anderen Gewand begutachten zu können.

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