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Gesundheitsmesse in Oranienburg: Vom Abnehm-Lolli bis zum Sportgerät

Ein Gerippe kennt keinen Schmerz: Aber das Skelett macht sichtbar, wo sich die Schmerzpunkte befinden.
Ein Gerippe kennt keinen Schmerz: Aber das Skelett macht sichtbar, wo sich die Schmerzpunkte befinden. © Foto: MZV
Aileen Hohnstein / 29.05.2017, 06:10 Uhr
Oranienburg (OGA) Zum vierten Mal hieß es am Sonntag im Oranienwerk wieder "Hauptsache gesund". An etwa 40 Ständen konnten sich Besucher über alternative Heilmethoden informieren. Vom Kräutertee bis hin zur ganzheitlichen Behandlung war die Bandbreite jenseits der Schulmedizin abgedeckt.

"Dass die Psyche beim Krankheitsbild eine Rolle spielt, zeigen viele Sprichwörter", sagt Dr. Ute Licht. ""Das bricht mir das Herz', zum Beispiel. Oder auch "Ich habe die Nase voll'", zählt Ute Licht auf. 45 Jahre lang war sie als HNO-Ärztin tätig. Mittlerweile hat sie sich der ganzheitlichen Medizin verschrieben. "Schulmedizin hat ihre Berechtigung. Bei chronischen Schmerzen aber werden meist nur die Symptome behandelt, nicht die Ursachen", findet sie. Bei der vierten Ausgabe der "Hauptsache-gesund"-Messe im Oranienwerk ist sie am Sonntag zum ersten Mal dabei, um sich und ihre Arbeit vorzustellen.

Alternative Heilmethoden als Ergänzung zur Schulmedizin, die möchte Veranstalterin Petra Michael vom Café Kaffeetante präsentieren. Doch nicht nur Heilpraktiker haben sich zur Messe angemeldet. Auch die Erste-Hilfe-Schule aus Oranienburg zeigt sich im Garten. An einer Puppe wird Reanimation anschaulich vorgeführt. "In Deutschland sind wir Erste-Hilfe-Muffel, das muss man schon sagen", sagt Maximilian Schulz. Der perfekte Hit zum Wiederbeleben für ihn ist "Atemlos" von Schlagerstar Helene Fischer. Da passt neben dem Rhythmus auch der Titel. "Das Angebot ist zwar nicht besonders alternativ, aber besonders wichtig", sagt Petra Schulz und freut sich über den zusätzlichen Programmpunkt.

Auch sonst geht das Konzept auf: Aussteller finden die Messe reizvoll, Besucher informieren sich an den Ständen.

"Es ist toll, dass es hier so einen Treffpunkt gibt und man über den Tellerrand schauen kann und sich mit anderen austauschen kann", lobt Cornelia Gramoll die Messe. Die Heilpraktikerin ist zum ersten Mal als Ausstellerin dabei. Sie stellt die sogenannte Emmett Technique vor, eine Methode, die gut allein zu Hause praktiziert werden kann und schnelle Hilfe bei Alltagsbeschwerden verspricht. Durch Fingerberührung an bestimmten Körperpunkten sollen unter anderem Verspannungen gelöst werden. Diese werden bei Heike Frey und Katja Averdung auf speziellen Geräten aus unbehandeltem Eschenholz bekämpft. Davon dürfen sich die Messebesucher unter Anleitung der beiden Physiotherapeutinnen mit zusätzlicher Ausbildung zur Heilpraktikerin überzeugen. Seit vergangenem August stehen in ihrer Privatpraxis in Schwante sechs Geräte zur Verbesserung der Beweglichkeit. Begeisterte Patienten hatten sie zur Messe-Teilnahme angeregt.

Wer sich nicht körperlich betätigen wollte, hatte trotzdem genug zu entdecken. Lollies, mit denen das Gewicht in seine Schranken verwiesen werden soll, Heilpflanzensäfte und Experten mit Farbkonzepten, die der Seele gut tun - das Angebot war breit gefächert.

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