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Beach-Soccer-Spieler Manuel Mönch wechselt zum Hauptstadt-Club / Traum von der Weltmeisterschaft lebt weiter

Oranienburger träumt von Meisterschaft mit Hertha BSC

Erfahrener Spieler im Sand: "Wenn man einen guten Schuss und ein ordentliches Stellungsspiel hat, kann man viel wettmachen. Die Jüngeren lässt man laufen und den Sand umwühlen", sagt der 28-jährige Oranienburger.
Erfahrener Spieler im Sand: "Wenn man einen guten Schuss und ein ordentliches Stellungsspiel hat, kann man viel wettmachen. Die Jüngeren lässt man laufen und den Sand umwühlen", sagt der 28-jährige Oranienburger. © Foto: privat
Steffen Kretschmer / 06.12.2017, 12:37 Uhr
Oranienburg (OGA) Die Mission ist klar: Der Deutsche Meistertitel soll her - mit Hertha BSC Berlin. Der Oranienburger Manuel Mönch hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, glaubt aber fest daran, dass es klappen kann. "Das ist realistisch", sagt der Beach-Soccer-Spieler.

Seine ehemaligen Mitspieler haben den entscheidenden Tag irgendwann kommen sehen. Den Jungs vom Beach-Soccer-Team Chemnitz war klar, dass es Mönch irgendwann wieder in die Heimat ziehen würde. Mehrere Jahre lang trug der Oranienburger das Trikot der Sachsen. Doch nun ist dieses Kapitel beendet und der Wechsel von Manuel Mönch zum Club aus der Hauptstadt ist perfekt. "Ich denke, dass der Schritt mit Hertha der richtige ist. Das ist ein guter Weg für mich", ist sich der 28-Jährige sicher.

Chemnitz zählte zuletzt immer zum Kreis der Favoriten um den Titel-Gewinn der German-Beach-Soccer-League. Nun will der Oranienburger mit den Berlinern ganz oben angreifen und Deutscher Meister werden. "Vorausgesetzt, alle Jungs bleiben dabei, haben wir ein richtig gutes Team zusammen. Wenn wir uns nicht selbst ins Aus schießen, ist Platz eins möglich", betont Mönch.

Der Kreisstädter will es noch einmal wissen im Sand. Deshalb war der Wechsel zur Hertha die logische Konsequenz. In Chemnitz habe das Training gefehlt, "es herrschte Stillstand", sagt er. Nun bekommt Mönch in der Hauptstadt noch einmal die Gelegenheit, sich weiter zu entwickeln. Mit regelmäßigen Einheiten und "einem Spielertrainer Joel Nißlein, der wirklich top ist. Von den Ergebnissen her ist die Beach-Soccer-Mannschaft der Hertha außerdem das beste Amateur-Team im gesamten Verein."

2006 nahm Manuel Mönch erstmals Kontakt zu seiner Sportart auf. Damals dribbelte er durch den Sand der ehemaligen Beach-Halle (heute HBI Sportforum) an der Oranienburger Turm Erlebniscity. Er gründete ein Team und spielte drei Jahre lang mit Freunden zusammen. "Ich bin dann dabei geblieben", erzählt er.

Mönch kämpfte sich Stück für Stück nach oben. Von sich selbst sagt er, "dass ich kein Techniker oder Laufwunder bin. Ich versuche alles solide zu machen." So solide allerdings, dass er 2010 erstmals in die Deutsche Beach-Soccer-Nationalmannschaft berufen wurde.

Dass er nach wie vor zum Aufgebot dieser Auswahl zählt, erfüllt den Kreisstädter mit Stolz. Denn selbstverständlich ist es mittlerweile für ihn nicht mehr, das Trikot mit dem Adler auf der Brust zu tragen. Denn spätestens mit der Einführung der German-Beach-Soccer-League im Jahr 2013 hat diese Sportart mächtig Schwung aufgenommen. "Alles nimmt eine enorme Entwicklung", sagt Manuel Mönch. "Die Qualität wird durch die Liga immer größer, und der Pool, daraus Spieler für die Nationalmannschaft zu akquirieren, natürlich auch."

Mit Deutschlands Auswahl bereiste der Oranienburger fast jeden Kontinent. Die dort gesammelten Erfahrungen kann ihm niemand mehr nehmen. So zum Beispiel ein Spiel in Mexiko gegen Brasilien. "Wir haben zwar 4:9 verloren, aber es ist schon ein Genuss, gegen Brasilianer zu spielen. Ihr Ballgefühl im Sand ist einfach unglaublich. Das sind alles Profis. Wie diese Jungs mit dem Sport Geld zu verdienen, wird bei uns aber nicht kommen. Wir sind die besten Amateure in Europa", sagt Mönch.

Auch die Italiener zählen zu den Top-Nationen beim Beach-Soccer. Und auch, wenn ihn der Gedanke an das letzte Aufeinandertreffen mit den Südeuropäern noch schmerzt - solche Begegnungen bleiben für ihn unvergessen. Mit der Nationalmannschaft lag Manuel Mönch bereits 1:4 zurück. "Uns ist es aber gelungen, aufzuholen. Plötzlich stand es 4:4 und 5:5. Mit der Schlusssirene hat Italien aber doch noch zum 5:6 getroffen." Bitter für Deutschland: "Durch diese Niederlage sind wir aus der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2017 rausgeflogen."

Aber: Auch wenn das Nationalteam sportlich den Sprung zu diesem großen Turnier kürzlich nicht packte, lebt der Traum von Manuel Mönch, einmal daran teilnehmen zu können, weiter. Der Oranienburger weiß, dass es Überlegungen gibt, die WM 2019 in Deutschland auszutragen. Genauer gesagt, in Berlin. Sollte dies tatsächlich klappen, wäre es ein Heimspiel für den Spieler von Hertha BSC.

Zunächst einmal liegt der Fokus von Mönch aber voll und ganz auf seiner neuen Mannschaft, mit der er in der Beach-Soccer-League für Furore sorgen will. Der erste Auftritt für das Team steht im Januar im Terminkalender des Oranienburgers. "Wir spielen ein Vorbereitungsturnier in Aschersleben." Es soll der Auftakt für eine "hoffentlich sehr erfolgreiche Saison" sein, welche im Mai beginnt.

Bis er wieder regelmäßig auf dem Sandplatz stehen wird, bleibt Manuel Mönch also noch etwas Zeit. Diese wird er wohl auch dazu nutzen, "um ab und zu mal mit meinem Bruder beim FV Liebenwalde vorbeizuschauen." Beim Fußball-Kreisligisten stand Manuel Mönch in der Vergangenheit immer mal wieder im Kader.

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