Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Potsdamer Studentinnen planen für Juni ein Festival mit Musik, Lesung und Kunst im Scheunenviertel

Kultur
Studentinnen planen dreitägiges Festival

Stellten ihr Konzept in Kremmen vor: die Potsdamer Studentinnen Charleen Effenberger, Annabel Bursy und Elena Zimmer-Bashir (von links).
Stellten ihr Konzept in Kremmen vor: die Potsdamer Studentinnen Charleen Effenberger, Annabel Bursy und Elena Zimmer-Bashir (von links). © Foto: OGA/Marco Winkler
Marco Winkler / 06.01.2018, 16:30 Uhr - Aktualisiert 06.01.2018, 18:17
Kremmen (OGA) Es ist ein ambitioniertes Projekt: Potsdamer Studentinnen planen im Rahmen ihres Studiums drei Kulturtage in Kremmen. Schon im Juni sollen diese über die Bühne gehen. Noch feilen sie am Konzept und suchen Unterstützer.

Die vier Frauen, alle Anfang 20, studieren an der Fachhochschule Potsdam Kulturarbeit im dritten Semester. Kernbestand des Studiums ist die Realisierung eines kulturellen Projektes. Ihrem gaben die Frauen den Titel: "Dreierlei Begegnungen - kommen, gehen, bleiben." Doch warum ausgerechnet Kremmen? "Wir haben einen Ort gesucht, der eine kulturelle Infrastruktur hat, aber kein Überangebot", so Charleen Effenberger, deren familiäre Wurzeln in Kremmen sie auf die Idee brachten, hier das dreitägige Kulturprogramm durchzuführen. Das Konzept für die Veranstaltungsreihe steht. Der erste Abend unter dem Titel "Kommen" wird dem Genre Film gewidmet sein. Nachmittags sollen Kurzfilme gezeigt werden, abends läuft ein Spielfilm. "Der Tag ist auch als Plattform für Studierende in Potsdam und Berlin gedacht, die ihre Werke präsentieren wollen", sagt Elena Zimmer-Bashir, die neben ihrem Studium Teamleiterin eines Yorck-Kinos in Schöneberg ist.

Tag zwei beschäftigt sich unter dem Motto "Gehen" mit der Literatur. "Wir wollen hier die Kremmener Jugend ins Boot holen, im Vorfeld zwei Workshops an der Schule oder im Jugendclub anbieten", erklärt Charleen. Den Kontakt will sie in den kommenden Wochen herstellen. Am Veranstaltungstag selbst soll nachmittags ein Poetry Slam auf einer offenen Bühne stattfinden. "Neben den Jugendlichen können auch alle anderen Kremmener Gedichte oder andere selbst verfasste Texte in einem fünfminütigen Redebeitrag vortragen." Abends folgt eine Lesung. Ein Autor - gerne ein lokaler - wird noch gesucht.

Abend Nummer drei ("Bleiben") dient schließlich der direkten Begegnung von Einheimischen und Geflüchteten, die gemeinsam eine Ausstellung auf die Beine stellen. "Die Eröffnung könnte durch lokale Musiker und Künstler gestaltet werden", so Annabel Bursy.

Die drei Studentinnen - die vierte im Bunde, Henrike Heller, ist derzeit in London - stellten ihr Konzept am Donnerstag in Kremmen vor. Ihre bevorzugte Location ist das historische Scheunenviertel. Es fanden sich mit Andreas Dalibor und Christina Goebel auch gleich zwei Besitzer, die Interesse signalisierten, ihre Scheunen für einen Abend bereitzustellen.

Skepsis überwog bei den Anwesenden, als die drei Studentinnen ihren Zeitrahmen beschrieben. Angedacht war, das Event auf drei Wochenenden zu verteilen, um eine bleibende Erinnerung zu hinterlassen, die nicht nur an eine Zeit gebunden ist. Doch die Idee kam nicht gut an. Der organisatorische Aufwand sei erheblich höher, so das Argument, als bei einer konzertierten Aktion. Eine Begründung, die zu überzeugen wusste. Wahrscheinlich wird das dreitägige Kulturfestival jetzt am ersten Juni-Wochenende stattfinden. Bis dahin sollte auch die finanzielle Frage geklärt werden. "Wir wollen die Künstler natürlich bezahlen und auch die Scheunen mieten", so Charleen Effenberger.

Die Organisation kommt langsam ins Rollen. Am Donnerstag wurden Nummern ausgetauscht, erste Scheunenbesichtigungen angekündigt. Wenn am 8. Februar die Semesterferien beginnen, wollen die Frauen richtig loslegen: Technik, Bezahlung, Workshops, Catering und Künstlerakquise.

Wer das Projekt unterstützen will, schickt eine Mail: Dreierlei-begegnungen@posteo.de

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG