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Mühlenbecker Auktion erwartet mehr als 5000 Bieter - die meisten sind aber nur online dabei

Versteigerung
Mühlenbecker Auktion erwartet mehr als 5000 Bieter aus aller Welt

Jürgen Liebezeit / 12.01.2018, 06:27 Uhr - Aktualisiert 12.01.2018, 14:09
Oberhavel (OGA) Aus aller Herren Länder kommen Bieter für die nächste Auktion in den Mühlenbecker Lagerhallen am S-Bahnhof Mönchmühle - ebenso wie die mehr als 4 000 Exponate. Am Donnerstag konnten die Angebote erstmals besichtigt werden, der Hammer fällt ab Dienstag.

Eine Handvoll Menschen verliert sich in der riesigen Halle, in der zu DDR-Zeiten Devisenbeschaffer Schalck-Golodkowski seine Schätze hortete. Einige gehen gezielt auf die Wohnzimmereinrichtungen aus dem 19. Jahrhundert zu, andere lassen sich von der Vielzahl der Angebote inspirieren. "Schau mal Schatz, das könnte doch gut in unser Wohnzimmer passen", sagt eine Frau mittleren Alters zu ihrem Mann und zeigt auf einen Jugendstil-Tisch. Der Gatte hat nur ein Schulterzucken für den Wunsch seiner Frau übrig. Er stöbert lieber bei den Gemälden herum. Alte Porträt-Schinken in wunderschönen Rahmen hängen neben eigenwilligen Entwürfen von namenlosen Künstlern dieses Jahrhunderts. "Vieles stammt aus Nachlässen, einiges auch aus der Übernahme eines anderen Auktionshauses", erklärt Swen Stein vom Berliner Auktionshaus "Historia", das die Versteigerung in Mühlenbeck durchführt. Vor mehr als einem Jahr hatte das Unternehmen in den alten Hallen den Nachlass von Schauspieler Pierre Brice versteigert.

Schmuck, Kunst aller Art, Sammlerobjekte und Antiquitäten verschiedener Epochen werden jetzt angeboten. Die Bandbreite reicht von alten Fotoausrüstungen über Silberlöffel aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts bis hin zu einer Othello-Büste von 1895 und Standuhren aus dem Jahr 1800. "Da ist für jeden Geschmack etwas dabei", wirbt Stein um Interessenten.

Tatsächlich findet die Auktion weltweite Beachtung. "Wir haben schon 5 000 Online-Registrierungen", so Stein. Die potenziellen Bieter leben in Asien, Europa, Amerika und Afrika. Darunter seien professionelle Händler, aber auch Sammler und Schnäppchenjäger. "Im Saal passiert nicht mehr viel", warnt Stein Besucher vor, die ein Spektakel in der Halle erwarten. Abwechslungsreich wird es ab Dienstag trotzdem. Gut hundert Lose werden pro Stunde aufgerufen. "Wer wirklich etwas Bestimmtes haben will, muss schnell sein, egal, ob er in der Halle ist oder online mitbietet", rät Stein.

Die Exponate können bis Sonnabend jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Halle an der Kastanienallee 19-20 besichtigt werden. Dann wird von Dienstag, 16. Januar, bis Sonnabend, 20. Januar, jeweils ab 10 Uhr versteigert. An jedem Tag sind andere Objektgruppen dran. So kommen Schmuck und Silber bereits am Dienstag, Möbel und Teppiche erst am Sonnabend unter den Hammer. Die Auktion kann online unter www.historia.de verfolgt werden. Auf dieser Seite können auch Gebote abgegeben werden.

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