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Hoch hinaus
Initiative kritisiert größere Masten für neue Stromleitung

Breiter und höher: Nicht nur die Autobahn bei Birkenwerder soll verbreitert werden, auch die Masten für die Überlandleitung sollen höher als bislang geplant errichtet werden.
Breiter und höher: Nicht nur die Autobahn bei Birkenwerder soll verbreitert werden, auch die Masten für die Überlandleitung sollen höher als bislang geplant errichtet werden. © Foto: Peter Kleffmann
Jürgen Liebezeit / 12.01.2018, 08:31 Uhr
Birkenwerder (OGA) Die erste Änderung im Planfeststellungsverfahren zum Neubau einer 380kV-Stromleitung im nördlichen Berliner Umland - unter anderem in Birkenwerder und Bergfelde - lässt die Mitglieder der Bürgerinitiative A 10 Nord aufhorchen. "Ziel der neuen Pläne ist eine Erhöhung der geplanten Masten um zusätzliche 20 Meter auf fast 100 Meter. Gleichzeitig soll die bereits bestehende 110 /220 kV-Trasse im Gemeindegebiet Birkenwerder um einige Meter nach Norden verschoben werden. Dadurch droht zusätzlich zu den derzeit erfolgten Abholzungen für den Autobahnausbau ein weiterer Rodungsstreifen in Breite eines Fußballfelds für die neue Freileitung zu entstehen. Hinzu kommt eine meiner Meinung nach rechtswidrige Überspannung von Wohn- und Wochenendhäusern mit einer 380 kV-Stromleitung", interpretiert BI-Sprecher Peter Kleffmann die Unterlagen. "Das ist kombinierter Infrastrukturwahnsinn", sagt der Gemeindevertreter und erklärt: Der Verlust von erheblichem Siedlungsraum Auswirkungen auf die Attraktivität der Kommunen und trage zur Wertminderung der betroffenen Grundstücke bei. "Dagegen müssen wir uns wehren", fordert Kleffmann Einwohner auf, sich an der öffentlichen Auslegung der neuen Pläne zu beteiligen und Widerspruch einzulegen. Die BI plant am 21. Februar eine Info-Veranstaltung in der Pestalozzi-Grundschule. Die BI trifft sich regelmäßig am vierten Mittwoch des Monats im Gasthaus am Boddensee. Nächster Termin ist am 24. Januar um 19.30 Uhr.

Die Gemeindevertretung Birkenwerder befasst sich auf ihrer Sitzung am 18. Januar mit dem Thema (18.30 Uhr, Rathaus) . Die Fraktion IOB/BiF hat einen Antrag eingereicht, die neuen Pläne abzulehnen.

Die zuständige Netzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH widerspricht der Bürgerinitiative: "Wir haben eine schmalere Masttypen gewählt. Deshalb benötigen wir jetzt einen schmaleren Schutzstreifen", erklärt Axel Happe von 50Hertz. Die Masthöhe ändere sich im Vergleich zur bisherigen Planung um insgesamt vier Meter am höchsten Mast, der 81 Meter hoch sei, so Happe. Zudem würden keine weiteren Häuser überspannt.

Die neuen Pläne können vom 15. Januar bis 14. Februar im Rathaus Birkenwerder und im Hohen Neuendorfer Bauamt eingesehen werden.

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