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Karikaturenausstellung über Müll eröffnet

Letzte Vorbereitungen: Gudrun Quietzsch und Heiko Strobel von der Naturparkverwaltung beim Hängen der Karikaturen in der Regionalwerkstatt.
Letzte Vorbereitungen: Gudrun Quietzsch und Heiko Strobel von der Naturparkverwaltung beim Hängen der Karikaturen in der Regionalwerkstatt. © Foto: Privat
Matthias Henke / 12.01.2018, 18:49 Uhr
Menz (GZ) Die Karikaturenausstellung der Stiftung Naturschutz Berlin zum Thema Müll ist am Freitagabend in der Regionalwerkstatt am Menzer Friedensplatz eröffnet worden.

Im Jahr 2016 stand das Thema nach langer Planung im Mittelpunkt des siebten Internationalen Karikaturenwettbewerbs Berlin, erinnerte der Stiftungsvorsitzende Reinhard Dalchow. Nicht weniger als 418Karikaturisten aus 70 Ländern hatten sich damals beteiligt. 1030 Arbeiten wurden eingereicht. Die besten 20 davon, die eine Jury auswählte, sind nun Teil der Wanderausstellung, die bis zum 4. März im Stechliner Ortsteil Menz gastiert. Die Werke der drei Erstplatzierten des Wettbewerbs, Daniele Zordan (Italien), Konstantin Kazanchev (Ukraine)und Trayko Popov (Bulgarien), sind natürlich auch darunter. "Karikaturen sollen ja zum Schmunzeln anregen, aber manchmal vergeht einem doch das Lachen", so Dalchow mit Blick darauf, dass die teilnehmenden Künstler durchaus tiefer in die vorgegebene Materie eingestiegen sind und auch nicht allein auf Lacher bei den Betrachtern aus waren.

Drei Schwerpunktthemen widmen sich die Bilder der Künstler: der Mülltrennung, dem massenhaften Verbrauch von Plastiktüten und dem Problem der Einweg-Kaffeebecher. "Belastbaren Recherchen zufolge werden beispielsweise in Deutschland pro Jahr 2,8 Milliarden Pappbecher verkauft und landen dann im Müll. Das sind 320000 Stück pro Stunde", sagte Dalchow. Auf Berlin heruntergebrochen seien das etwa 170 Millionen Becher pro Jahr. Zigtausende Tonnen würden an Wasser und Holz allein für die Herstellung verbraucht. "Das ist eine enorme Geschichte. Auch wenn das für uns hier draußen auf dem Land nicht das große Problem darstellt wie in der Großstadt, ist so ein Verbrauch nicht vertretbar", betont Dalchow.

Doch nicht nur zum Schmunzeln und Nachdenken sollte die Karikaturenschau animieren. Dem immer noch hohen Plastiktütenverbauch und eine praktische Alternative - ein Stoffbeutel ersetzt laut Reinhard Dalchow etwa 76 Kunststoffexemplare pro Jahr - wollten die Macher der Schau den Gästen der Eröffnung vor Augen führen und hatten daher umweltfreundliche Exemplare zum Mitnehmen parat.

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