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Bürgerinitiative drängt darauf, die gemachten Zusagen für 2018 einzuhalten

Gefährliche Piste: Wer zwischen Stolzenhagen und Wensickendorf per Rad die B 273 befährt, der muss dabei äußerst vorsichtig agieren.
Gefährliche Piste: Wer zwischen Stolzenhagen und Wensickendorf per Rad die B 273 befährt, der muss dabei äußerst vorsichtig agieren. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Hans Still / 12.01.2018, 21:00 Uhr
Wensickendorf/Stolzenhagen (OGA) Die seit 2004 währende Forderung nach einem Radweg zwischen Stolzenhagen und Wensickendorf könnte dieses Jahr endlich von Erfolg gekrönt werden. Das jedenfalls hoffen die Mitglieder der Bürgerinitiative "Pro Radweg", die auch in diesem Jahr vehement die Politiker in die Pflicht nehmen wollen.

"Die lange Geschichte eines kurzen Radweges", nennt Bruno Oldenburg von der Bürgerinitiative das unendliche Thema. Es führte ihn jetzt einmal mehr mit den Ortsvorstehern von Stolzenhagen, Jürgen Krajewski, und Wensickendorf, Heinz Ließke, zusammen. Anlass der Besprechung ist einerseits die Hoffnung, dass der 5,3 Kilometer lange und 1,3 Millionen Euro teure Radweg entlang der B 273 in diesem Jahr endlich begonnen wird. Andererseits sind die Aktivisten der Bürgerinitiative Kummer gewohnt. Sie wissen, dass sie trotz aktueller Zusagen zum Baubeginn im Herbst 2018 wachsam sein müssen.

Nach dem aktuellen Stand gilt das Planfeststellungsverfahren als abgeschlossen - nach immerhin sechs Jahren in der Schwebe. "Es ist eigentlich unglaublich, dass die Planungen solange in Anspruch genommen haben", sagt Oldenburg, zumal die ersten Bemühungen für dieses Projekt ins Jahr 2004 zurückreichen.

Zudem sind sich die drei Protagonisten in einem Punkt einig: Ohne den massiven Protest der Bürger wäre vermutlich bis heute nichts passiert. "Der Radweg hatte unter Minister Jörg Vogelsänger keine Priorität. Und so wurde das Projekt später von Ministerin Kathrin Schneider übernommen. Wir mussten ja sogar mit Hilfe des Petitionsausschusses des Landtages darum kämpfen, dass unsere Online-Petition überhaupt anerkannt wurde", sagen Oldenburg und Ließke.

Krajewski bringt die zwei Fahrraddemos ins Gespräch, die bis 2014 organisiert wurden, um dem Protest der Bürger Öffentlichkeit zu verleihen. "Für Wensickendorf und Stolzenhagen können wir sagen, dass unserer Protest von den Bürgern mitgetragen wird", so die Ortsvorsteher.

Für 2018 kündigen die Sprecher der Bürgerinitiative fortwährenden Protest an. Sie loben die Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen, signalisieren aber zugleich, dass sie aufmerksam bleiben wollen. "Wir wissen, dass im Frühjahr und im Sommer mit der Umsiedlung von Eidechsen begonnen wird. Auch Frösche und Ameisen sollen umgesiedelt werden. Vermutlich im Oktober fallen dann die ersten Bäume für den Radweg. So jedenfalls sehen die Pläne aus, die uns derzeit bekannt sind", berichtet Ließke. "Und wenn wir die B 273 sperren müssten, wir fordern jetzt, dass die gemachten Zusagen in diesem Jahr auch wirklich eingehalten werden", stellt Krajewski klar.

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