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Nach dem 94:48-Sieg gegen Lauchhammer kommt es für den Oranienburger BV am letzten Spieltag zum Showdown um die Playoffs

Ins Endspiel spaziert

Nahezu mühelos: Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten nahm der Oranienburger BV die Gäste aus Lauchhammer quasi auseinander. Bester Scorer auf seiten des OBV war einmal mehr Zbigniew Owczarek (rechts) mit 27 Punkten.
Nahezu mühelos: Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten nahm der Oranienburger BV die Gäste aus Lauchhammer quasi auseinander. Bester Scorer auf seiten des OBV war einmal mehr Zbigniew Owczarek (rechts) mit 27 Punkten. © Foto: Karsten Schirmer
Daniel Przygoda / 25.01.2018, 12:38 Uhr
Oranienburg (OGA) Unerwartet problemlos haben die Oberliga-Basketballer vom Oranienburger BV am Sonnabend ihr vorletztes Hauptrundenspiel gegen den Tabellenzweiten, die BG Lauchhammer, gewonnen. Mit 94:48 fegten sie den Kontrahenten vom Parkett, haben damit weiterhin Chancen, die Playoffs zu erreichen.

"Ich bin einfach nur glücklich", sagte OBV-Trainer Fabian Fischer nach dem Spiel. "Es war ganz klar das Ziel, dieses Spiel zu gewinnen und unseren Playoff-Traum am Leben zu halten." Dafür muss sein Team nach dem letzten Spieltag den vierten Tabellenplatz belegen. Um das zu realisieren, musste Oranienburg nach dem zuletzt umkämpften Erfolg gegen die SG Rathenow/Brandenburg gegen Lauchhammer zwingend nachlegen. Dass dies so mühelos gelang, lag dann vor allem an den Niederlausitzern. Die Gäste mussten gleich auf mehrere Schlüsselspieler verzichten, hatten dem OBV - der personell in Bestbesetzung angetreten war - insbesondere ab dem zweiten Viertel nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Im ersten Abschnitt wirkte sich das Fehlen der Lauchhammer Leistungsträger nämlich nicht wirklich entscheidend auf das Spiel aus. Die mit viel Selbstvertrauen agierenden Gäste - welches sie sich durch eine bisher beeindruckend verlaufene Saison erarbeitet haben - konnten immer wieder Löcher in der Defensive des OBV nutzen und zum Korberfolg kommen. Immerhin waren die Gastgeber in der Offensive auf der Höhe, entschieden das erste Viertel damit knapp für sich (22:20). "Ich persönlich bin zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel gekommen", sagte Oranienburgs Johannes Mebus dazu. "Ich bin froh, dass der Rest der Mannschaft zur Halbzeit einen guten Vorsprung herausgearbeitet hat."

Die fehlende Kommunikation und Einstellung auf Seiten der Oranienburger wurde nach der Viertelpause dann abgelegt. Der OBV präsentierte sich defensiv nun deutlich präsenter, konnte zudem gegen die teilweise sehr langsamen Umschaltbewegungen der Gäste die eigenen Ballgewinne vermehrt in einfache Fastbreak-Punkte ummünzen. Lauchhammer erzielte fast fünf Minuten lang keinen einzigen Korb, sodass der OBV dank eines 14-0-Laufs auf 36:22 davonzog. Danach fingen sich die Gäste zwar wieder etwas, konnten den Rückstand aber nicht verkürzen. Ein Buzzer-Beater (Treffer mit Ablauf der Spielzeit) vom Oranienburger Niklas Seewald markierte dann den deutlichen 49:33-Halbzeitstand. "Ich bin sehr zufrieden, wie wir als Team gespielt haben", so Mebus. "Für die zweite Hälfte waren wir, auch dank der zahlreichen Zuschauer, hoch motiviert, das Spiel endgültig für uns zu entscheiden."

In dieser zeigte sich dann deutlich, dass die Gäste an diesem Tage nicht in der Lage waren, auf die spielerische und insbesondere konditionelle Wucht der Oranienburger adäquat zu antworten. In den ersten knapp sechs Minuten des dritten Viertels blieben die Gäste erneut punktlos, während Oranienburg immer einfacher zu Punkten kam. Nach dem zwischenzeitlichen 61:33 war das Spiel quasi entschieden. "Wir haben es über weite Strecken des Spiels geschafft, auf die ersatzgeschwächten Gäste Druck in der Defense auszuüben", so Coach Fischer. "Wir haben ihre Fehler erzwungen." Lauchhammer kam kaum noch zu herausgespielten Korbaktionen, die fehlende Frische und Agilität war dem Team deutlich anzumerken. So wuchs der Vorsprung des OBV bis Viertelende auf 77:42. Der abschließende Spielabschnitt war dann auf beiden Seiten nur noch selten strukturiert. Die von den Fans geforderte 100-Punkte-Marke konnte der OBV deshalb auch nicht knacken. Dafür fehlte es insgesamt schlicht an der notwendigen Einstellung. Nichtsdestotrotz stand unter dem Strich ein deutlicher 94:48-Erfolg, gegen allerdings an diesem Tag fraglos schwache Gäste.

Aussichten:


■ Letzter Spieltag der Hauptrunde (27. Januar):Königs Wusterhausen II -USV Potsdam II(12 Uhr)LOK Bernau II -BG Lauchhammer(17 Uhr)BG Schwedt -Oranienburger BV(17 Uhr)Rathenow/Brandenburg -BBC Cottbus(18 Uhr)
■ Aktuelle Konstellation:Mit aktuell sieben Siegen und sechs Niederlagen steht der OBV punktgleich mit den Teams aus Rathenow/Brandenburg und Königs Wusterhausen auf Platz 5. Bei drei punktgleichen Teams zählt der Dreiervergleich. Bei diesem hat Rathenow/Brandenburg aufgrund eines 78:48-Sieges gegen Königs Wusterhausen die Nase vorn.
■ Dreiervergleich: OBV - Rathenow86:79OBV - Red Dragons II69:62Rathenow - OBV80:75Rathenow - Dragons II 75:79Red Dragons II - OBV67:63Dragons II - Rathenow 48:78 BilanzS/N Diff.1. Rathenow2/2+242. Oranienburg2/2+53. Red Dragons II2/2-29
■ Der OBV zieht in die Playoffs ein, wenn... - man selbst gegen Schwedt gewinnt,- Rathenow/Brandenburg gegen Schlusslicht Cottbus oder die Red Dragons II gegen Tabellenführer USV Potsdam verlieren.- In diesem Fall würde der Dreiervergleich wegfallen, es käme auf die direkten Duelle an. Hier hätte der OBV in beiden Fällen die Nase vorn.

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