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Bürgeretat abgearbeitet

Hüpf-Hochburg: Auf dem Gurtsteg herrscht immer viel Betrieb. Die Kinder der Glienicker Grundschule lieben das Auf und Ab auf der Gummimatte. Der Gurtsteg ist ein von drei Spielgeräten, die aus dem Bürgeretat 2017 finanziert wurden. Projekte aus dem Bürgereat 2018 werden dieser Jahr umgesetzt
Hüpf-Hochburg: Auf dem Gurtsteg herrscht immer viel Betrieb. Die Kinder der Glienicker Grundschule lieben das Auf und Ab auf der Gummimatte. Der Gurtsteg ist ein von drei Spielgeräten, die aus dem Bürgeretat 2017 finanziert wurden. Projekte aus dem Bürgereat 2018 werden dieser Jahr umgesetzt © Foto: Jürgen Liebezeit
Jürgen Liebezeit / 14.02.2018, 12:15 Uhr - Aktualisiert 14.02.2018, 13:33
Glienicke (MOZ) Mit der Freigabe von drei Spielgeräten auf dem Glienicker Schulhof sind seitDienstag alle Projekte des Bür­ger­etats 2017 umgesetzt. Insgesamt konnten zwölf Maßnahmen mit dem Geld finanziert werden.

Viel Platz war auf dem Gurtsteg nicht mehr, als Bürgermeister Hans Günther Oberlack (FDP) Grundschulkinder animierte, das neue Spielgerät auszuprobieren. Auf jeden Fall hielt die Gummimatte der enormen Belastung stand, als alle Kinder anfingen, darauf herumzuspringen. Für den Bürgermeister selbst war noch etwas Platz. Neben dem Gurtsteg wurden ein Wackel-Balancier-Körper und eine Balkenwippe auf dem Hof montiert. Das Geld – insgesamt fast 12 000 Euro – stammt aus dem Bürgeretat 2017. Die Idee für diese Investition hatte der damalige Vorsitzende der Elternkonferenz, Sven Röglin. „Es gab noch mehrere leere Plätze, auf denen Spielgeräte fehlten“, begründete er seinen Vorstoß. Offenbar traf sein Vorschlag genau den Geschmack der Glienicker. Denn mit mehr als 200 Stimmen Vorsprung landete das Projekt bei der Bürgerabstimmung auf Platz eins der Prioritätenliste. „Das war ein wichtiges Signal der Glienicker“, wertete Oberlack das Votum als Wertschätzung für die Schule.

Dass es ausgerechnet diese drei neuen Spielgeräte wurden, haben die Kinder schon vor mehr als drei Jahren entschieden. Als der Spielplatz im hinteren Bereich der Grundschule erneuert wurde, hatten sie einen Wunschkatalog erarbeitet. Die jetzt gekauften Geräte fanden damals keinen Platz mehr auf dem Areal. „Schade ist nur, dass manche Kinder von damals nichts mehr von den neuen Geräten haben“, sagte Schulleiterin Antje Bur­meister. Sie gehen inzwischen auf weiterführende Schulen. Dafür profitieren die anderen Kinder von den neuen Spielmöglichkeiten auf dem Hof der größten Grundschule in Oberhavel. „Bei allen Geräten wird nicht nur die Motorik spielerisch geschult“, erklärte Antje Burmeister den pädagogischen Hintergrund. Trainiert werden unter anderem auch Gleichgewichtssinn, Teamfähigkeit, Kraft und Gelenkigkeit.

Die Vorschlagsphase für den Bürgeretat 2019, der ebenfalls mit 100 000 Euro ausgestattet ist, läuft bereits. Abgabeschluss ist der 31. August. Die Bürgerabstimmung findet voraussichtlich am 17. November statt, teilt Rosamond Harbich mit. Erste Ideen sind bereits eingereicht worden. Sie werden jetzt von der Verwaltung auf Machbarkeit geprüft. Hier einige Vorschläge: Fahrradständer an Bushaltestellen, Konzertbühne im Garten des Bürgerhauses, öffentlicher Grillplatz im Bürgerpark, Spiel-Sport-Geräte für Erwachsene auf einem Spielplatz, Gehweg in der Yorckstraße zwischen Kita Burratino und Alte Schildower Straße, Yorckstraße vor der Kita Burratino zur Spielstraße machen, Aufbau einer Filmklassiker-Bib­liothek auf Blue-Ray.

Die Idee, im Ort einen Tennisclub zu gründen und einen Platz zu bauen, kann nicht berücksichtigt werden. „Die Maßnahme übersteigt die Kostengrenze pro Vorschlag von 15 000 Euro“, erklärte Rosamond Harbich. Gleiches gilt für den verwegenen Vorschlag, einen S-Bahnanschluss für Glienicke zu bauen.

Alle Maßnahmen: 1. „Neue Spielgeräte für den Schulhof der Grundschule: Wackel-Balancierkörper, Gurtsteg, Balkenwippe“ (548 Stimmen, geschätzte Kosten: 12 022 Euro)

Alle Projekte, die mit dem Geld aus dem Bürgeretat 2017 finanziert wurden:

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