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Landesbergamt weist Einsprüche aus Templin gegen Hauptbetriebsplan als unbegründet zurück

Einspruch erfolglos
Grünes Licht für Erdgas-Suche

Mit solchen Spezialfahrzeugen wird vermutlich ab kommendem Jahr nördlich von Zehdenick nach möglichen Erdgasvorkommen gesucht.
Mit solchen Spezialfahrzeugen wird vermutlich ab kommendem Jahr nördlich von Zehdenick nach möglichen Erdgasvorkommen gesucht. © Foto: Jasper Resources GmbH
Martin Risken / 14.02.2018, 17:29 Uhr
Zehdenick (MOZ) Aufatmen bei der Jasper Resources GmbH in Zehdenick. Das Landesbergamt hat den Einspruch der Stadt Templin gegen den Hauptbetriebsplan als unbegründet zurückgewiesen. Damit wäre der Weg frei für die seismische Suche nach Erdgasvorkommen.

Wegen des Einspruchs hatte das Unternehmen Ende vergangenen Jahres die für Anfang dieses Jahres geplanten seismischen Erkundungsarbeiten nördlich von Zehdenick abblasen müssen. Diese sollen nun voraussichtlich erst Anfang 2019 nachgeholt werden. Sie könnten Aufschluss über die Größe des Gasfeldes geben.

Laut Jasper Resources wies das Bergamt in seiner Begründung zur Ablehnung des Templiner Widerspruchs vor allem darauf hin, dass die Erkundungsarbeiten unter höchsten gesetzlich festgelegten Sicherheitsbestimmungen stattfinden werden. Durch die geplanten seismischen Messungen seien die kommunalen Einrichtungen, die Verkehrssicherheit und der Naturschutz nicht gefährdet. So werden über Kontrollmessungen die entstehenden Vibrationen ausreichend beobachtet. Bezüglich des Naturschutzes habe das Bergamt einen gesonderten Betriebsplan von Jasper gefordert, in dem das Unternehmen seine Vorgehensweise präzisieren und Auswirkungen auf den Naturhaushalt untersuchen müsse.

Auch die Beeinträchtigung der Thermalsolegewinnung sowie der Trinkwasserversorgung im rund 15 Kilometer entfernten Templin sehe das Bergamt in Cottbus durch die geplanten seismischen Untersuchungen als nicht gegeben an.

Auf die seismischen Untersuchungen will Jasper nicht verzichten. Von den Ergebnissen werde es abhängen, ob eine Erschließung des Gasfeldes wirtschaftlich sinnvoll ist. Bis zur Gasförderung sei es ohnehin noch ein langer Weg. Nicht zuletzt auch deshalb, weil das Bergamt in mehreren erneuten Verfahren über das mögliche Abteufen einer Bohrung, die frühstens 2019 stattfinden könne, und in Abhängigkeit von deren Ergebnissen über die Zulassung einer möglichen Probeförderung erst entscheiden werde.

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