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Ortschronist Wolfgang Mewes fordert von der Stadt Aufklärung über Nutzung der Immobilie

Lagerhalle
Sorgen um ehemaliges Schulhaus

Wird jetzt als Lagerhaus genutzt: Die ehemalige Schule in Marienthal, die von der Stadt Zehdenick im Jahr 2012 verkauft wurde.
Wird jetzt als Lagerhaus genutzt: Die ehemalige Schule in Marienthal, die von der Stadt Zehdenick im Jahr 2012 verkauft wurde. © Foto: Martin Risken/MOZ
Matthias Henke / 13.03.2018, 17:50 Uhr - Aktualisiert 14.03.2018, 13:26
Marienthal (MOZ) In Großstädten wie Berlin sind sie der Renner: Selfstorage-Dienstleistungen. Nutzer mieten Abstellraum für alle Dinge, die sie vorübergehend nicht benötigen, von denen sie sich aber auch nicht trennen möchten, weil sich zu Hause kein Lagerplatz mehr dafür findet. 600 Quadratmeter zum Einlagern bietet jetzt der Burgwaller Frank Lubahn in der ehemaligen Schule in Marienthal an.

Sorgen um "seine" ehemalige Schule macht sich Ortschronist Wolfgang Mewes. Als er jüngst von den Lagerangebot im Internet erfuhr, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen. "Ich fasse es nicht", sagte Mewes. Er forderte die Stadtverwaltung Zehdenick jüngst in der Einwohnerfragestunde des Stadtparlamentes auf zu prüfen, ob nicht eine Rückabwicklung des Kaufvertrages zwischen der Kommune und Lubahn in Frage komme, weil möglicherweise Absprachen über die Nachnutzung des Schulgebäudes nicht eingehalten wurden, gab er zu bedenken.

Von 1960 bis zur Schließung der Schule im Jahr 2008 seien Generationen von Schülern in Marienthal unterrichtet worden. Nachdem die Schule leergezogen war, stand das Gebäude an der Marienthaler Dorfstraße einige Zeit leer, bevor die Kommune die Immobilie zum Mindestgebot von 15 000 Euro zum Kauf anboten habe. Unter welchen Voraussetzungen der Verkauf des Gebäudes stattfand, das will Wolfgang Mewes in Erfahrung bringen. Er erinnerte daran, dass bis 2001 in die Erneuerung von Fenstern und Türen investiert worden sei. Dass die Stadt möglicherweise gar nicht berechtigt war, die Schule zu veräußern, da ließ sich Mewes durch die Kommunalaufsicht bereits eines Besseren belehren. Im Landratsamt in Oranienburg habe er erfahren, dass die Kommune tun und lassen dürfe, wie sie mit ihren Gebäuden verfährt. Somit sei auch ein Verkauf rechtens gewesen. Die Frage sei aber nun, unter welchen Voraussetzungen der Verkauf stattfand. Die Antwort darauf blieb die Verwaltung aber zunächst schuldig. "Die Verwaltung kann jetzt nicht darauf antworten. Thematisch müssen wir uns das noch einmal zu Gemüte führen", bat Stadtverordnetenvorsteher Hartmut Leib (SPD) um Nachsicht, dass der Verwaltung die Details zum Verkauf von damals nicht sofort präsent seien.

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