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Ferien
Kreatives Sommercamp geht in zweite Runde

Marco Winkler / 08.04.2018, 10:30 Uhr
Oranienburg (MOZ) Nach der Premiere im vorigen Jahr geht das Kreativ-Sommerferiencamp im August in die zweite Runde. Zur besseren Koordinierung gründeten die Initiatoren den Verein Kids kreativ.

Rund 100 Kinder verbrachten voriges Jahr einen Teil ihrer Ferien im Oranienwerk, nahmen an Workshops teil, tobten sich kreativ aus. „Es war schnell klar, dass wir weitermachen werden“, sagt IT-Spezialist Matthias Kerk. Die Frage stand im Raum, wie die Veranstaltung besser koordiniert werden kann. „Im November 2017 kam die Idee auf, einen Verein zu gründen“, so Kerk, der der erste Vorsitzende des am 12. Januar gegründeten Vereins Kids kreativ ist. Acht Gründungsmitglieder gibt es. „Wir schließen von unserem Camp niemanden aus, der nicht im Verein ist“, so der zweifache Vater, der in diesem Jahr einen Programmier-Kurs anbieten wird.

Die Namensfindung für den Verein sei recht einfach gewesen, so Dagmar Möbius, zweite Vorsitzende. „Kinder des offenen Kindertreffs KiC Inn Oranienburg haben den Namen favorisiert“, so die Journalistin. Der gemeinnützige Verein ist inzwischen auch im Vereinsregister des Amtsgerichtes Neuruppin eingetragen. Dagmar Möbius führte zusammen mit Fotografin Susann Kern (Schatzmeisterin im Verein) schon 2017 Workshops für junge Fotografen und angehende Reporter durch. Als Verein habe das Kreativ-Sommerferiencamp jetzt einen formalen Rahmen. Freiwillig sei dabei, dass jeder der Betreuer ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt hat. „Für uns und die Eltern ist es wichtig, dass sie ihre Kinder guten Gewissens abgeben können“, so Möbius.

Angela Mattner begrüßt das. Die Jugendkoordinatorin Oranienburgs kennt das Vorgehen aus der offenen Jugendarbeit. „Mir war es auch wichtig, dass KiC Inn involviert ist“, sagt sie. „Hier können Kinder Erfahrungen sammeln, die sie so schnell nicht bekommen hätten.“ Für Marco Bartsch, Objektmanager des Oranienwerks, war es keine Frage, ob die Einrichtung wieder Teil des Camps sein wird. „Es ist ein Mehrwert für uns, die Kinder, die Stadt und das Umland“, so Bartsch. Für Christine Moritz, Künstlerin und Mitglied im Kunstraum Oranienwerk, ist das Camp eine Chance, Kreativität zu vermitteln. „Das ist ein Fundament fürs Leben“, sagt sie. Im vorigen Jahr schöpfte sie mit den Kinder Papier. „Diese kreativen Ressourcen können die Kinder in der Arbeitswelt später nutzen.“

Das Camp-Projekt ist eine kleine Mammutaufgabe. Und es kostet Geld. Schatzmeisterin Susann Kerk spricht von 15 000 Euro, die die Ferienwoche verschlingen würde. Würde wohlgemerkt.  „Wir vom Verein arbeiten ehrenamtlich.“ Ein großer Brocken fällt deshalb schon flach. Kooperationspartner und Unterstützer greifen finanziell und durch Menpower unter die Arme. Auch die Raummiete muss dank der Unterstützung des Oranienwerks nicht bezahlt werden. Zudem fördert die Stadt Oranienburg das Camp mit 5 000 Euro. Doch die Veranstaltung rentiere sich noch nicht, so der Vereinsvorsitzende. „Wir suchen deshalb immer Sponsoren und freuen uns über Spenden“, sagt Matthias Kerk. Das Camp soll sich auf lange Sicht etablieren. Weitere Kreativangebote in der Region könnten folgen, so Dagmar Möbius.

Am 6. Mai will sich der Verein zum Tag des offenen Ateliers im Oranienwerk mit diversen Angeboten vorstellen. Es soll zudem einen Flohmarkt geben. Der Erlös kommt dem Sommercamp zugute. Derzeit entwirft Künstlerin Uta Dallmann-Var, ebenfalls Mitglied im Verein, ein Maskottchen für Kids kreativ. Und da der Name Programm sein soll, dürfen die Kinder den Namen bestimmen. Die Vorschläge werden gesammelt. Der Gewinner darf kostenlos am Feriencamp teilnehmen.

Workshops und Lesenacht

■ Das Sommerferiencamp findet vom 13. bis 17. August im Oranienwerk statt.

■ Zu den Angeboten gehören Kostüm- und Maskenkreation, Papierschöpfen, Backen, Malen, Nähen, Musik, Upcycling-Kunst.

■ Neu in diesem Jahr ist ein dreitägiger Keramik-Workshop. Zudem wird Autor Carsten Zehm zeigen, wie man eine gute Geschichte schreibt. Christian Wurm, Inhaber der Medienwerkstatt Cell5, bietet Formenbau an. Er zeigt, wie eine Idee mit welchen Materialien umgesetzt wird. Dazu nutzt er einen 3D-Drucker.

■ Am 15. August wird es wieder eine Lesenacht mit Oswin Werner geben. Der Autor und pensionierte Polizist geht mit den Kindern auf Lesereise.

■ Eine Workshop-Einheit (zwei Stunden) kostet fünf Euro, ein ganzer Tag sowie die Lesenacht jeweils zehn Euro.

■ Alle Kurse und Anmeldeformulare gibt es in Kürze auf www.kids-kreativ.de.

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