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Richtfest
Kaum fertig gebaut und schon fast komplett vermietet

Freuen sich über erfolgreiches Bauprojekt: Am Freitag wurde in der Veltener Poststraße Richtfest gefeiert. Ronny Rohr vom Bauunternehmen und Bürgermeisterin Ines Hübner zeigten sich zufrieden mit dem Bauverlauf und über die hohe Nachfrage nach den seniorengerecht gebauten Wohnungen.
Freuen sich über erfolgreiches Bauprojekt: Am Freitag wurde in der Veltener Poststraße Richtfest gefeiert. Ronny Rohr vom Bauunternehmen und Bürgermeisterin Ines Hübner zeigten sich zufrieden mit dem Bauverlauf und über die hohe Nachfrage nach den seniorengerecht gebauten Wohnungen. © Foto: Aileen Hohnstein
Aileen Hohnstein / 14.04.2018, 07:30 Uhr
Velten (MOZ) Barrierefreie Wohnungen für alle Generationen und Gewerberäume entstehen in Veltens Stadtzentrum in der Poststraße. Der Wohnraum ist begehrt. Zum Richtfest am Freitag kamen künftige Mieter und Interessenten, die sich über Lage und Preis der verbliebenen Wohnungen erkundigten.

Scherben bringen Glück. Und so sieht die Zukunft für den Wohnkomplex der Prima Unternehmensgruppe in der Veltener Poststraße gut aus. Zumindest, wenn es nach altem Zimmermannsbrauch geht: Zum Richtfest am Freitag hielt Zimmerer Peter Dammasch eine Rede auf die Bauherren und Mitwirkenden. Mit den Worten „Dass die Bürger froh drin walten und sich stets gesund erhalten! Darauf trink ich das Glas jetzt aus, es zerbrech’ – bring Glück dem Haus“ ließ er das Bierglas vom Dach fallen.

Mit dem Verlauf des Baus ist der Geschäftsführer des Bauunternehmens aus Neuruppin, Ronny Rohr, zufrieden. Alles lief nach Plan, es gab keine Bauverzögerungen und finanziellen Mehrausgaben. „Das ist unser erstes Bauprojekt in Velten und es läuft alles reibungslos, sowohl mit den Versorgungsunternehmen als auch mit der Stadt“, sagte Rohr. Dass das Richtfest dennoch etwas später als geplant stattfand, lag am verzögerten Baubeginn von Haus 1 – der Gebäudekomplex besteht aus insgesamt vier Häusern –, das direkt an der Poststraße liegt. Die Baugenehmigung für diese Gebäude gab es erst gut ein Vierteljahr später als bei den übrigen drei Häusern. Mit dem Richtfest wurde gewartet, bis alle Rohbauten abgeschlossen waren.

Im November 2016 erfolgte der erste Spatenstich. Am 30. Juni sollen die ersten Wohnungen der Häuser 2, 3 und 4 bezugsfertig sein. Im Haus 1 wird es voraussichtlich spätestens Anfang September soweit sein. Die Außenanlagen, also Parkplätze und Heckenanlagen, sollen ebenfalls Ende Juni fertiggestellt sein. Knapp zehn Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Von dessen Erfolg ist Ronny Rohr schon jetzt überzeugt. Gut 80­ Prozent der insgesamt 77 Wohnungen sind bereits vermietet. Zum Richtfest kamen zukünftige Bewohner und begutachteten das Fortschreiten der Bauarbeiten. Zahlreiche Interessenten informierten sich über die verbliebenen Wohnungen.

Der Großteil der Wohnungen besteht aus zwei Zimmern und beträgt zwischen 53 bis 60 Quadratmetern. Was sie auszeichnet, ist die barrierefreie Ausstattung, auch die Dusche ist mit Rollator oder Rollstuhl zu benutzen. Zudem sind die Gebäude wärmegedämmt, jede Wohnung ist mit dem Fahrstuhl erreichbar, besitzt einen Balkon sowie Fußbodenheizung und elektrische Rollläden.

Nur noch zwei der insgesamt sieben Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss sind noch frei. Ein Augenarzt und eine Altenpflegeeinrichtung haben Gewerbeeinheiten gemietet. „Wir würden gut finden, wenn sich noch ein Café dazugesellen würde“, sagte Ronny Rohr.

Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) sagte in ihrer Rede: „Heute ist ein guter Tag. Hier haben wir für die Zukunft gebaut.“ In Velten herrsche fast Vollvermietung, das gemeinsame Wohnprojekt mitten im Herzen der Stadt sei daher ein guter Weg. Doch auch, wenn das Interesse an den verbliebenen Wohnungen groß ist: Nicht alle werden sich eine leisten können. Die moderne Ausstattung des Neubaus lässt den Mietpreis in die Höhe gehen. Prima-Geschäftsführer Ronny Rohr gibt die Miete für kleine Wohnungen mit etwa 480 Euro an, bei größeren Wohnungen sind es dann um die 600 Euro.

Die Veltnerin Ursula Tuschka freute sich am Freitag schon darauf, ihre Wohnung in diesem Jahr beziehen zu können. Ihre Wohnung liegt im Erdgeschoss, sie wird eine Terasse zur Sonnenseite hin haben, über die auch ihr Bruder im Rollstuhl problemlos in die Wohnung kommen kann. „Ich habe die Musterwohnung vor zwei Monaten bei schönem Sonnenwetter gesehen und gesagt: ‚Die muss es sein oder keine’“, erzählte sie. „Das ist eine zauberhafte Wohnung. Wenn ich Wohnungsbedarf hätte, würde ich sofort einziehen“, meinte ihre Tochter Manuela Sommerfeld. Auch, dass Einkaufsmöglichkeiten und die Bushaltestelle direkt am Haus liegen, überzeugte sie. Beide warten jetzt nur noch darauf, dass der Mietvertrag zugeschickt wird und sie die Wohnung schön einrichten können.

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