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Straßenbau
Ohne Vollsperrung keine Sanierung der B 167

Volkmar Ernst / 14.04.2018, 10:45 Uhr - Aktualisiert 15.04.2018, 18:15
Liebenwalde (MOZ) Die B 167 wird auf der Strecke von der Hamburger Kreuzung durch Liebenwalde bis zum Ortsausgang Richtung Hammer saniert. Baustart ist der 1. Juni, enden sollen die Arbeiten am 30. August. Hans-Jürgen Otte, Sachgebietsleiter für die Bauvorbereitung beim Landesbetrieb für Straßenwesen in Eberswalde, stellte die Planungen Donnerstagabend den Gewerbetreibenden der Stadt vor.

Gut 60 Gäste waren gekommen, um sich den Bauablauf erklären zu lassen und vor allem ihre Kritik vorzubringen. Denn einige Gewerbetreibende können ihre Grundstücke während der Bauarbeiten nur eingeschränkt erreichen. Das Problem an der Sache: Für die Arbeiten müssen die einzelnen Bauabschnitte komplett für den Verkehr gesperrt werden. Denn, so Otte: „Wir haben in vielen Fahrbahnbereichen einfach nicht genug Platz, um nur mit einer halbseitigen Sperrung zu arbeiten.“ Mindestens 4,60 Meter würden nur für die Bauarbeiten gebraucht, damit die Arbeiter die Technik  (Fräse oder Bitumenmaschine) bedienen können und sich selbst nicht gefährden. Um Fahrzeuge an den Baustelle vorbeileiten zu können, würden zusätzliche 3,25 Meter gebraucht, doch gebe es auf einigen Teilstrecken nur noch 1,90 Meter, so der Fachmann. „Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als die Arbeiten unter Vollsperrung auszuführen.“

Extrem wird es in der Zeie vom 5. bis zum 13. Juli, wenn die Hauptkreuzung Berliner Straße/Zehndenicker Straße im Stadtzentrum gesperrt wird. Die Umleitungsstrecke führt dann über Zerpenschleuse, Wandlitz, Oranienburg und Nassenheide beziehungsweise von Nassenheide weiter über Löwenberg, Falkenthal, Zehndenick und Krewelin nach Liebenwalde.

Die Belieferung der Lebensmittelmärkte, die medizinische beziehungsweise pflegerische Versorgung von Patienten durch die mobilen Pflegedienste aber auch die Versorgung der Tiere und die Ernte wurden hinterfragt. Besonders betroffen sind die im Roßgartenweg ansässigen Gewerbetreibenden, denn der Weg ist eine Sackgasse und nur über die Havelstraße zu erreichen. Dennoch versprach Otte, dass in jedem Fall eine Lösung gefunden werde. Allerdings könne er nicht pauschal sagen, wie die aussehe, sondern müsse das konkret mit dem zuständigen Bauleiter vor Ort abgesprochen werden. Die Forderung, dass für diesen ein Bürocontainer aufgestellt werde und dieser dort zu jeder Zeit anzutreffen sei, wies er allerdings zurück. „Das kann sich weder ein Bauunternehmen noch der Landesbetrieb leisten. Außerdem gehört der Bauleiter auf die Baustelle, um die Arbeiten zu koordinieren.“ Otte versprach jedoch, dass alle Arbeiten mit den betroffenen Anwohnern abgestimmt würden und es auch Aushänge mit der Telefonnummer des Bauleiters geben werde.

Da für die Sanierung der Straße nur die obersten vier Zentimeter der sogenannten Verschleißschicht abgefräst werden und keinesfalls nachts gearbeitet wird, kann die Straße außerhalb der Bau-Arbeitszeiten benutzt werden – natürlich in Absprache mit dem Bauleiter. Auch das Thema Rettungswege wurde hinterfragt. Die klare Ansage von Otte: „Es wird kein Gebäude niederbrennen, nur weil die Feuerwehr nicht an den Einsatzort kommt. Das geht nicht, da stehen wir in der Pflicht.“

An die Adresse der Stadtverwaltung richtete sich der Hinweis von Einwohnern, während der Bauarbeiten darauf zu achten, dass die Anliegerstraßen nicht als Umfahrung für die Baustelle genutzt werden. Protest kam prompt von anderen, die darauf verwiesen, dass die Länge der ausgewiesenen  Umleitungsstrecken zumindest den Einwohnern als auch den ortsansässigen Gewebetreibenden nicht zugemutet werden können. Hier versprach Bürgermeister Jörn Lehmann eine Lösung und Kontrolle „mit Augenmaß“.

Bauablauf

Die Instandsetzung der B 167 in Liebenwalde erfolgt in vier Bauabschnitten:

■  B1: Begonnen wird Anfang Juni mit den vorbereitenden Arbeiten in den Bereichen vor und hinter der Kreuzung von B 167 und Landesstra0e 21. Dazu werden die Fahrbahnen halbseitig gesperrt.

■  B2: Vom 5. bis zum 13. Juli wird der Kreuzungsbereich komplett für den verkeher gesperr.

■  B3: Nach Freigabe der Kreuzung wird der östliche Streckenabschnitt bis zum Ortsausgang Richtung Hammer saniert. Geplant ist eine Sperrung von zirka zwei Wochen.

■  B4: Etwa fünf Wochen Vollspetrrung sind eingeplant, um den Streckenabschnitt von der Kreuzung durch Liebenwalde bis zur Hamburger Kreuzung  (Neuholland) zu sanieren. In diesen Bereich müssen auch fünf Brücken neuen Asphalt erhalten. ⇥(veb)

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