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Spielplätze
Große Lücken in der Spielplatzversorgung

Spielen am Anger: Immerhin einige Spielgeräte hat der Platz im Ortskern von Schmachtenhagen zu bieten.
Spielen am Anger: Immerhin einige Spielgeräte hat der Platz im Ortskern von Schmachtenhagen zu bieten. © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 14.04.2018, 15:00 Uhr
Oranienburg (MOZ) Es ist keine kommunale Pflichtaufgabe. Das ist sicher auch der Grund dafür, dass im Spielplatznetz der Stadt  Oranienburg und ihrer Ortsteile große Lücken bestehen. In der Fortschreibung der sogenannten Spielraumleitplanung, die jetzt in den Fachausschüssen beraten wurde, werden der Versorgungsgrad und auch die Defizite klar aufgezeigt. Besonders defizitär sieht es danach in Oranienburg-Süd, der Weißen Stadt, Eden, der Neustadt und Lehnitz-Süd aus.

„Seit Jahren fordern wir für Oranienburg-Süd mehr Spielplätze, etwa an der Birkenallee und an der Schmalkaldener Straße. Doch es bewegt sich nichts“, beklagte Nicole Walter-Mundt (CDU) im Sozialausschuss.  Auch in der Weißen Stadt bestehe ein großer Nachholbedarf, ergänzte Enrico Rossius (Linke).

Die Handlungsempfehlung der Verwaltung, künftig jährlich 150 000 Euro zum Abbau der aufgezeigten Defizite einzusetzen, sei völlig unzureichend, so die allgemeine Auffassung im Sozialausschuss. „Das ist viel zu wenig Geld, was dafür zur Verfügung steht“, sagte etwa Thomas Hebestreit (Grüne).

Enrico Rossius setzte noch eins drauf, als er die hohen Subventionen für die Tourismus- und Kulturgesellschaft (TKO), deren tolle Spielplätze im  Schlosspark ja nur gegen Bezahlung zugänglich seien, ins Spiel brachte. „Dafür ist Geld da, nicht aber genügend für die allgemein öffentlichen Spielplätze“, kritisierte Rossius.

Ausschussvorsitzende Elke Kästner (Linke) kam auf die Spielplätze an den Schulen zu sprechen. Sie gehe mit ihrem Enkelkind gern auf den Spielplatz der Havelschule. Nicole Walter-Mundt sagte, auch der Spielplatz der neuen Comeniusschule in Süd sollte nachmittags für die Allgemeinheit geöffnet werden. Denn diese Anlagen seien auch aus Steuergeldern finanziert worden. Schließlich würden auch Schulsporthallen nachmittags und  abends von Vereinen genutzt.

Die Schulen sind von diesem Gedanken durchweg nicht begeistert, weil die Spielanlagen nach Schulschluss erfahrungsgemäß nicht gerade pfleglich behandelt oder Glasscherben in Buddelkisten landen würden. Solange aber die Defizite in den genannten Gebieten bestünden, dürften sich die Schulen nicht dagegen stemmen, ihre Spielanlagen für die Allgemeinheit zu öffnen. Das kristallisierte sich als die Position des Sozialausschusses heraus.

Ansonsten empfahl dieses Gremium mit acht gegen drei Stimmen, die Spielraumleitplanung in die nächste Beratungsrunde zu verweisen. Der Bauausschuss hatte der Vorlage der Verwaltung hingegen mit neun Voten bei zwei Enthaltungen seine Zustimmung gegeben. In diesem Jahr werden ein großer Spielplatz auf der Angerwiese in der Neustadt (Kosten: 125 000 Euro) und der Aktivpark in Wensickendorf (Kosten: rund 60 000 Euro) neu entstehen. (bren)

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Erling Plaethe 15.04.2018 - 13:20:16

„Große Lücken in der Spielplatzversorgung“

Liebe MOZ, Vielen Dank für die Anregung. Ich werde das in den Gremien ansprechen. In Eden gibt es einen Spielplatz. Der wird allerdings nur wenig genutzt. Was an den großen und zum Spielen einladenden Heimstätten liegen könnte. Unsere Enkel spielen auch lieber im Garten, als auf dem Spielplatz. Nichtsdestotrotz kann natürlich die Attraktivität des bestehenden Spielplatzes verbessert werden. Mit freundlichen Grüßen Erling Plaethe

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