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Bauland
Häuslebauer in der Zwickmühle

Bald rollen wieder Bagger an: Am Röblinsee kann demnächst weiter gebaut werden, wenn Bauland verkauft wurde.
Bald rollen wieder Bagger an: Am Röblinsee kann demnächst weiter gebaut werden, wenn Bauland verkauft wurde. © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 16.04.2018, 18:29 Uhr
Fürstenberg (MOZ) Die Wasserstadt konnte in den vergangenen Jahren zwar viel Bauland an den Häuslebauer bringen. Doch die künftige Landesplanung erlaubt Randregionen wie dem Seenland, künftig nur wenig Flächen für Wohnungs- und Eigenheimbau auszuweisen. Obwohl der Bedarf wächst.Das Konzept für die neue Landesentwicklungsplanung ist freilich nur ein Entwurf, der bis vor kurzem öffentlich auslag. Allenthalben wird das Papier von einheimischen Politikern kritisiert, und die Stadtverwaltung Fürstenberg hält ungeachtet aller möglichen Konsequenzen erst einmal an ihrem Kurs fest: Kommunales Bauland soll erschlossen und vermarktet werden, so wie es in der Vergangenheit bereits der Fall war. Das betont die zuständige Amtsleiterin im Rathaus der Wasserstadt, Carola Hoheisel.

Dass sie und ihr Team in den vergangenen 18 Jahren gute Arbeit leisteten, konnten die Stadtverordneten während einer Präsentation zur Kenntnis nehmen. Hoheisel referierte den Vermarktungsstand von Bauland und wies dafür drei Kategorien aus. Zum einen realisierte Grundstücksverkäufe, dann Parzellen, deren Verkauf vorbereitet wurde, und schließlich Bauland, das derzeit neu für eine Vermarktung erschlossen wird. „Hintergrund meines Vortrages war die Aufforderung der Stadtverordneten, über diesen Sachverhalt hinlänglich informiert zu werden“, erklärte Hoheisel.

Seit 2000 konnte die Stadt Fürstenberg immerhin 36 Grundstücke vermarkten, 15 Flächen sind in der Vorbereitung einer Vermarktung. Weitere 28 Parzellen sind inzwischen ermittelt worden, die als Bauland weiter entwickelt werden können. „Das ist erfreulich, denn die Nachfrage gibt das unvermindert her, obgleich die Bodenrichtwerte alles in allem gestiegen sind“, betont die Immobilien-Expertin. Freilich mache der Landesentwicklungsplan schon seit Jahren strenge Vorgaben in dieser Hinsicht.

Das größte Entwicklungspotenzial besitzt nach wie vor das Gebiet des Bebauungsplanes „Röblinsee Siedlung-Mitte“. Obgleich es etwa vor anderthalb Jahren gar nicht gut aussah mit der Vermarktung des Areals. Im Boden waren Hinterlassenschaften des Sowjet-Militärs gefunden worden, Kohlengruß musste großflächig abgetragen werden. Gleichwohl seien nun die Parzellen entlang des Waldweges vermarktet, nun soll der Randbereich an der Steinförder Straße an den Häuslebauer gebracht werden.  „Wir haben Anfragen, so dass wir nun erwägen können, inmitten des Geländes eine Erschließungsstraße zu bauen“, erläutert Hoheisel. Außerdem werde der bereits erfolgte Verkauf des Areals nördlich der Steinförder Straße derzeit rückabgewickelt. „Was bedeutet, dieser Bereich steht für eine Vermarktung wieder zur Verfügung“, fügt sie hinzu.

Zahlen und Fakten

■ Acht Grundstücke konnten an der Steinförder Straße verkauft werden, fünf weitere Parzellen befinden sich an der Zehdenicker Straße, vier jeweils am Waldweg und in der Feldmark. Zehn Grundstücke im Bereich Waldweg werden als Bauland entwickelt.

■ Jeweils ein Grundstück wurde in Blumenow, Bredereiche und Tornow vermarktet.

■ In Himmelpfort wird zurzeit eine Parzelle als Bauland entwickelt.⇥(pilz)

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