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Jugend musiziert
Talente aus Oberhavel bereiten sich auf Bundesausscheid vor

Holger Rudolph / 15.05.2018, 18:00 Uhr
Oberhavel/Rheinsberg (MOZ) Preisträger sind sie alle, doch sie wollen noch höher hinaus. Aus diesem Grund bereiteten die 15 brandenburgischen Landessieger  von „Jugend musiziert“ fünf Tage in der Musikakademie Rheinsberg auf den Bundeswettbewerb vor. Vor drei Tagen waren sie bei einem Konzert im Schlosstheater zu erleben, bei dem sie ihre Wettbewerbsbeiträge aufführten. Der Bundeswettbewerb findet vom 17. bis 24. Mai in Lübeck statt.

Wie die Moderatorin Madlen Krüger den rund 60 Zuhörern erklärte, nutzen die Landessieger seit 1992 die Möglichkeit zum Üben in Rheinsberg. Dort absolvierten die 15 jungen Musiker mit ihren Lehrern und Mentoren ein strammes Programm, um 2018 zu den Besten in Deutschland zu gehören.

Eröffnet wurde das Konzert von Josefine Westphal auf der Querflöte, die – am Klavier begleitet von Nadezda Tselukina – drei Kompositionen zu Gehör brachte. Mit einer Sonate von Johann Sebastian Bach, einer Tarantella von Bernhard Molique und einem Scherzo  des Franzosen Albert  Roussel brillierte die 13-Jährige aus Wittenberge in der Prignitz mit anspruchsvollen Stücken.

Auch die folgenden zwei jungen Männer, am Steinway-Flügel Jannes Wendt und am Kontrabass Aaron Petrick,  kamen aus der Prignitz. Sie besuchen die dortige Kreismusikschule. Die Beiden hatten für den Bundeswettbewerb eine neuzeitliche Komposition von Marina Tschistova einstudiert, die am Sonntag vor Publikum im Schlosstheater zur Aufführung gebracht wurde.

Zu den Höhepunkten vor der Pause gehörte der Auftritt von Marie und Tobias Dahlke. Das Geschwisterpaar, elf und 14 Jahre alt,  aus dem Oranienburger Ortsteil Schmachtenhagen zeigte mit der „Dolly Suite“ von Gabriel Fauré, Ludwig van Beethovens Sonata D-Dur und Maurice Ravels „Ma mère l’oye“, dass sie zu den Favoriten des  Wettbewerbs gehören.

Mit Felix Fügner gehörte auch ein Sänger zu den Teilnehmern des Konzerts am Sonntag. Der 18-Jährige, der einmal die Musical-Bühne erobern möchte, wurde am Klavier von der gleichaltrigen Pauline Imme  begleitet. Der aus Brandenburg stammende Sänger eröffnete mit einem Monolog aus Goethes „Die Leiden des jungen Werther“, dem mit „Lost in the wilderness“ und  „You will be found“ zwei bekannte Weltsongs folgten.

Der zweite Teil des anspruchsvollen Konzerts hielt noch manche Überraschung parat. So war Noah Hassan auf der Gitarre mit dem Glenn-Miller-Hit „Chattanooga Choo Choo“  zu erleben, und mit Heinrich Biskup gehörte ein weiterer Flötist aus der Prignitz zu den Landessiegern von „Jugend musiziert“. Auch er darf am Bundeswettbewerb teilnehmen.

In der Hansestadt Lübeck dabei sein wird ebenfalls ein Streichsextett der Kreismusikschule Oberspreewald-Lausitz. In der Besetzung von drei Violinen, einer Viola und zwei Violoncelli beendeten in Rheinsberg Max Hänsel, Tabea Papritz, Vanessa Pham, Hannah Ellerfeld, Freyja Kurzweg und Helena Gonda musikalisch den Nachmittag.

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