Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sanierungswunsch
Hoffnung für das alte Stadtbad

Hennigsdorfs Stadtbad hat seit Jahren treue Gäste.
Hennigsdorfs Stadtbad hat seit Jahren treue Gäste. © Foto: Mona Schröder
Roland Becker / 16.05.2018, 12:58 Uhr - Aktualisiert 16.05.2018, 13:08
Hennigsdorf (MOZ) Bezüglich der Schwimmbad-Problematik hat Bürgermeister Thomas Günther (SPD) eine Kehrtwende zur Politik der Vorjahre vollzogen. Er schloss es erstmals nicht aus, dass das vorhandene Bad saniert werden könnte. „Ich werde in dieser Woche einen drei Punkte umfassenden Vorschlag unterbreiten. Punkt 2: Es wird ein baurechtliches Gutachten zur Sanierungsmöglichkeit des bisherigen Stadtbads in Auftrag gegeben“, sagte er dieser Zeitung im Interview anlässlich seiner ersten 100 Tage im Amt. Nach dem gescheiterten Großprojekt eines Nobelbades möchte Günther nun ausloten, ob ein abgespeckter Neubau oder eine gründliche Sanierung des alten Bades vorteilhafter sind. Sein Vorgänger Andreas Schulz hatte wie auch die SPD-Fraktion eine solche Sanierung stets als unmöglich bezeichnet und ausgeschlossen.

Um dem angespannten Mietwohnungsmarkt begegnen zu können, hat Günther kein Patentrezept zur Hand. Der Mangel an großen Freiflächen hindere die Stadt daran, über die geplanten Großprojekte wie im Schweitzer-Karree hinaus weitere in Angriff zu nehmen. Zudem würde das auch die Kapazitäten der städtischen Wohnungsbaugesellschaft HWB übersteigen. Wo gebaut werde, hätten Mietwohnungen Vorrang vor Eigenheimen. Der Bürgermeister plädiert auch dafür, nicht jede Baulücke in der Stadt zu schließen. „Bei all dem Mietdruck sollte Hennigsdorf als grüne Stadt attraktiv bleiben“, argumentiert er.

Die Bildungslandschaft der Stadt betreffend spricht sich Günther klar dafür aus, die beiden Oberschulen in der Trägerschaft der Stadt zu behalten. Um genügend Plätze für auswärtige Schüler zu schaffen, sieht er den Kreis in der Verantwortung.

Sollte 2019 nach der Wahl zum Stadtparlament die AfD dort einziehen, spricht er sich gegen eine generelle Ausgrenzung dieser Partei aus. Er fügt aber hinzu: „Sie ist keine normale Partei. Wie man mit ihren Abgeordneten umgeht, hängt davon ab, ob sie hier Weltpolitik oder konstruktive Kommunalpolitik machen wollen.“

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG