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Fußball
Post Zehlendorf: Neuer Trainer im Interview

Steffen Kretschmer / 18.05.2018, 21:14 Uhr
Kay Kretschmann (Foto oben) ist nicht mehr wegzudenken beim Post SV Zehlendorf. Als Spieler wird er nun jedoch beim Kreisoberligisten kürzer treten, wenn nicht sogar gänzlich die Schuhe an den Nagel hängen. Warum? Kretschmann wird den PSV ab der neuen Saison als Trainer betreuen. Er übernimmt das Amt von Dietmar Müller (Bild unten), der nicht weitermachen wird.sprach mit dem 38-Jährigen über seine neue Aufgabe.

Herr Kretschmann, Sie werden im Sommer ihr Debüt als Trainer feiern – eine Herzensangelegenheit?

Wir haben schon im vergangenen Jahr darüber gesprochen, was passiert, wenn Dietmar einmal aufhören sollte. Nun ist es tatsächlich so weit, und der Zehlendorfer Vorstand ist deshalb wieder an mich herangetreten. Als ich vor fünf Jahren zum PSV gewechselt bin, war nie die Absicht dabei, dort mal den Trainer zu machen. Jetzt freue ich mich sehr darauf.

Haben Sie dennoch überlegen müssen, ob Sie die Aufgabe übernehmen?

Es war bei mir eine schnelle Entscheidung. Meine Frau hat mich außerdem so kennengelernt, dass ich mindestens dreimal in der Woche auf dem Sportplatz bin. Sie würde sich wundern, wenn das plötzlich nicht mehr so wäre.

Seit Jahren gehören Dietmar Müller und der PSV einfach zusammen. Auch Sie haben lange unter ihm als Trainer gespielt. Ist bei Ihnen auch etwas Wehmut dabei, wenn sich eine Trainer-Institution wie er von der Seitenlinie verabschiedet?

Natürlich. Wichtig ist aber, dass ich keinen Dietmar Müller von seinem Posten absäge. Aufgrund seiner Verdienste sind wir ihm unglaublich dankbar. Aber nicht nur deshalb wollen wir versuchen, Dietmar unbedingt zu halten. In welcher Form auch immer. Als Schiedsrichter bleibt er schon mal bei uns. Das ist super. Vielleicht gelingt es nun auch noch, ihn in den Vorstand einzubinden. Denn wenn Dietmar etwas macht, dann tut er das mit 150 Prozent, und das brauchen wir.

Aktuell sieht es im Kampf um den Klassenerhalt nicht so gut aus. Laufen die Planungen bereits für die Kreisliga?

Zunächst einmal muss ich sagen, dass wir noch nicht abgestiegen sind. Unmöglich ist nichts. Wir werden uns bis zum Schluss wehren, befassen uns aber natürlich mit der Kreisliga. Vielleicht wäre die Spielklasse gar nicht so schlecht für uns.

Das müssen Sie erklären.

Wenn man gefühlt ein halbes Jahr nicht gewinnt, ist es schwierig, alle zu motivieren. Möglicherweise ist es in der Kreisliga wirklich besser. Es soll ja versucht werden, einen Umbruch voranzutreiben. Dass wir unter diesen Voraussetzungen auch in der neuen Spielklasse wohl erst einmal nicht oben mitspielen würden, ist klar.

Mit einem Umbruch sprechen Sie Veränderungen an. Was schwebt Ihnen genau vor?

Ich hoffe, dass es gelingt, frischen Wind reinzubringen. Ich will versuchen, auf Viererkette umzustellen und aus dem vorhandenen Niveau noch mehr rauszuholen. Wichtig wäre, den Kader zusammenzuhalten und ihn vielleicht punktuell noch zu verstärken.

Derzeit stehen Sie noch auf dem Feld. Sieht Ihr Plan vor, als Spieler-Trainer zu fungieren?

Wir wollen die Mannschaft unbedingt verjüngen. Deshalb würde ich gerne nicht mehr auflaufen. Von außen sieht man einige Dinge sowieso viel besser. Ich werde aber noch versuchen, ein, zwei weitere Leute ins Boot zu holen, um alles auf mehrere Schultern zu verteilen.

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