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Kulturfestival Kremmen
Ambitioniertes Projekt mit Tiefgang

Drei der vier Veranstalterinnen: Elena Zimmer, Charleen Effenberger und Annabel Bursy (von links)
Drei der vier Veranstalterinnen: Elena Zimmer, Charleen Effenberger und Annabel Bursy (von links) © Foto: Aileen Hohnstein
Aileen Hohnstein / 27.05.2018, 23:15 Uhr
Kremmen (MOZ) Fotoausstellung, Filmvorführungen, Lesung und Konzerte – beim Kulturfestival „Dreierlei Begegnungen – Kommen. Gehen. Bleiben.“ haben vier Studentinnen der Potsdamer Fachhochschule von Freitag bis Sonntag kulturelle Abwechslung nach Kremmen gebracht. Im Rahmen ihres Studiums der Kulturarbeit wollten sie ein Projekt verwirklichen, bei dem durch Kunst und Kultur Gedanken und Gespräche über demokratische und soziale Werte angeregt werden. Außerdem sollten auch Kremmener Beiträge für ihre Stadt beisteuern.

Wieso Kremmen ausgewählt wurde? „Ich habe hier Verwandte und deshalb sind wir auf das Scheunenviertel gekommen. Hier gibt es schon ein kulturelles Angebot, das aber durch neue Ideen erweitert werden kann“, erläutert Charleen Effenberger. Mit dem Ergebnis sind die Studentinnen sehr zufrieden. „Die Eröffnung am Freitag war genauso, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es kamen viele Leute“, berichtet Elena Zimmer am Sonnabend. Eröffnet wurde das Festival mit einer Fotoausstellung im Hof der Familie Petermann in Kremmen. Die Wanderausstellung „Flucht – Gestern und Heute“ sowie Porträts von zehn Kremmenern und die Musik der Jazz-Band „Ohne Zusätze“ sorgten für einen gelungenenAuftakt, der bis in die Nacht dauerte. „Es war wirklich toll. Wir haben unser Ziel erreicht und mit diesem Abend Begegnungen ermöglicht“, schwärmt Annabel Bursy.

Am Sonnabend ist das Kremmener Scheunenviertel Schauplatz von „Dreierlei Begegnungen“. In der Spargelscheune finden sich am Nachmittag aufgeregte Teilnehmer für einen Poetry Slam ein. „Ich habe so etwas noch nie gemacht und bin ziemlich aufgeregt“, gibt Steffi Steenken zu. Die 43-Jährige aus Velten findet es gut, dass kulturelle Veranstaltungen in der Region stattfinden und sie nicht immer nach Berlin fahren muss. Ihren Text über und für ihren Bruder hatte sie vor einiger Zeit geschrieben und sie fand, dass der für einen Poetry Slam gut passen würde. Mit viel Engagement trägt sie ihn vor dem Publikum in der Scheune vor und erntet für ihre berührenden und kraftvollen Worte großen Applaus.

„Das war wirklich aufregend“, sagt Steffi Steenken nach ihrem Auftritt, in Zukunft will sie sich noch mehr auf das Schreiben konzentrieren. „Ich bin stolz auf meine Studentinnen, dass sie ihren Weg immer weiter gegangen sind und für ihr Projekt nicht nur mit etablierten Institutionen zusammengearbeitet haben“, urteilt ihre Professorin, Julia Glesner. Das findet auch Kathrin Busse-Staufenbiel, die mit Charleen Effenberger verwandt ist. „Wir sind ganz begeistert, was sie alles auf die Beine gestellt haben und wie sie frischen Wind und eine neue Art von Kulturgenuss hierherbringen. Es ist nicht einfach, die Kremmener hinterm Ofen hervorzuholen. Aber es wird gut angenommen und es macht einfach Spaß zu sehen, mit welcher Gelassenheit sie alles organisiert haben.“ Viel Lob haben die Veranstalterinnen mittlerweile persönlich erhalten, so dass sie sich durchaus eine Fortsetzung vorstellen könnten. „Es wird schon spekuliert über „Dreierlei Begegnungen“ in 2019. Das würde ich schön finden, dann aber in einem kleineren Rahmen“, sagt Elena Zimmer-Bashir.

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