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Straßenausbau
Bald alles neu an der Wesering

Straßenausbau in Sommerfeld, An der Wesering
Straßenausbau in Sommerfeld, An der Wesering © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 13.06.2018, 11:23 Uhr
Sommerfeld (MOZ) Die Straße An der Wesering in Sommerfeld soll in diesem Jahr grundhaft erneuert werden. Am Montag stellte das zuständige Planungsbüro zwei Varianten vor.Unklar ist, wie viel Prozent der Kosten die Anlieger tragen müssen.

„Wir versuchen, eine minimale Lösung zu finden“, sagte Bauamtsleiterin Susanne Tamms im Sommerfelder Ortsbeirat. Ihre Worte zielen auf die Breite der neuen Straße: „Je schmaler, desto kostengünstiger.“ Denn noch ist unklar, ob es sich um einen Straßenausbau oder eine erstmalige Erschließung der Sandpiste handelt. Davon ist abhängig, wie hoch der Anwohner-Beitrag ausfällt. Beim Ausbau von Anliegerstraße würden die Sommerfelder 70 Prozent der Gesamtsumme tragen. Eine Erschließung ist wesentlich teurer: Hier können bis zu 90 Prozent der umlagefähigen Kosten auf die Eigentümer entfallen.

Noch sind diese Prozentzahlen nur das: Zahlen. Die interessanteren, in Euro ausgedrückten Fakten stehen aus. „Es gibt keine Kostenschätzung“, so Tamms. „Es wäre unseriös, würden wir eine Zahl in den Raum stellen.“ Die Prioritätenliste der Stadt Kremmen gibt für das Ausbauprojekt den groben Schätzwert von 140 000 Euro an. Da in der Straße nur wenige Anwohner und eine Gaststätte liegen, könnten die Kosten im schlimmsten Fall immens werden. „Wir wollen die Anwohner nur so sehr belasten, wie es wirklich sein muss“, so Ortsvorsteher Jürgen Kurth (UWG/LGU).

Uwe Lehnert vom zuständigen Planungsbüro aus Nauen empfahl am Montag die „schma­le Variante“ und ließ den Ausbau auf eine Fahrbahnbreite von 4,75 Meter – und damit die Option mit Gegenverkehr – außen vor. Der Abstand zu den Grundstücksgrenzen an neuralgischen Punkten könne nicht sichergestellt werden.

„Die Vorzugsvariante sieht eine Richtung vor“, so Lehnert. Angedacht ist, die Fahrbahn auf 3,50 Meter zu vergrößern. Das 125 Meter lange Straßenstück wird dann zur Einbahnstraße – vom Löwenberger Weg aus Richtung Pappelallee. Daniel Wedewardt aus Sommerfeld sieht die Fahrradfahrer, vor allem Schulkinder, die aus Richtung Wohnpark zur Bushaltestelle wollen, benachteiligt. „Können sie entgegen der Einbahnstraße auf der Straße fahren?“, fragte er. Lehnert wies zwar auf Einzelentscheidungen der Verkehrsbehörde hin. „Jedoch stimmt bei so einer schmalen Fahrbahn und dem Lkw- sowie Lieferverkehr keine Behörde zu.“

Positiv auf die Straßenausbaubeiträge würde sich auswirken, dass keine Regenwasserleitung gelegt werden muss. „Es gibt einen ausreichenden Höhenunterschied beim Gefälle“, so Lehnert. Das Wasser könne direkt in den Dorfteich fließen: den namensgebenden Wesering, der ebenfalls seit Jahren auf seine Teichsanierung wartet.

Wildes Parken soll mit Hochbordsteinen oder Poller verhindert werden. Parkplätze könnten quer zur Fahrbahn oder senkrecht dazu entstehen. Noch gibt es Uneinigkeit: „Üblich sind bei der Verkehrsdichte keine Parkplätze“, so Susanne Tamms. Die Sommerfelder ließen jedoch anklingen, dass die Gaststätte Storchenblick, in der Trauerfeiern und Geburtstage abgehalten werden, Parkbuchten braucht. „Wir müssen pragmatisch sein“, so der Ortsvorsteher. Das hieße allerdings: Anwohner müssten für die Plätze der Gastronomie-Besucher zahlen. „Der Eigentümer muss selbst für seine Gäste sorgen“, so Tamms. Die Stadt könne dafür aus rechtlicher Sicht nicht aufkommen.

Im August gibt es eine Anwohnerversammlung, auf der konkretere Pläne vorgestellt werden. Die Straße soll in diesem Jahr ausgebaut beziehungsweise erschlossen werden. Parallel könnte zur Schulwegsicherung die an der scharfen Kurve gelegene Bushaltestelle Wesering verlegt werden.

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