Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Stellungnahme
Stadt reagiert auf Vorwürfe des Familien-Sport-Vereins Oberhavel

archiv-ORA-161231-alex1 alexander laesicke bürgermeister kandidat wahl oranienburg einzelbewerber kandidatur 161231
archiv-ORA-161231-alex1 alexander laesicke bürgermeister kandidat wahl oranienburg einzelbewerber kandidatur 161231 © Foto: Klaus D. Grote
Odin Tietsche / 14.06.2018, 16:27 Uhr - Aktualisiert 14.06.2018, 16:36
Oranienburg (MOZ) Die Stadt Oranienburg hat am Donnerstagnachmittag in Person von Stadtsprecher Gilbert Collé schriftlich Stellung bezogen zu den Vorwürfen des Familien-Sport-Vereins Oberhavel. In der Stellungnahme, die Collé mit den Worten „Familien-Sport-Verein Oberhavel spielt foul!“ überschreibt, äußert sich die Stadt wie folgt (ungekürzt):

„Die Förderung von Ehrenamt und Kinder- und Jugendarbeit in den OranienburgerSportvereinen ist der Stadt ein wichtiges Anliegen. An vielen Stellen gibt es mit den Verantwortlichen eine vertrauensvolle, konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Sportlerinnen und Sportler.

Es ist auch verständlich, dass Sportvereine für sich selbst und ihre Mitglieder das Beste herausholen wollen und vor allem ihre Interessen vertreten.Beim Familien-Sport-Verein ist inzwischen jedoch eine Grenze erreicht, die mit einseitigen und falschen Darstellungen die über das Maß des Erträglichen hinausgeht. Die Verantwortlichen des Vereins tun den Sportlerinnen und Sportlern mit ihrem fortwährenden Foulspiel kein Gefallen.

Die Stadt Oranienburg möchte deshalb noch einmal folgende Fakten klarstellen:

Der Familien-Sport-Verein-Oberhavel hat die Räume mit einer Größe von 208m² im Lindenring 21aseit 2011 als Vereinsheim und Geschäftsstelle gemietet. Dem Verein war der bauliche Zustand des Gebäudes vor Vertragsabschluss bekannt. Eine Ankündigung oder Zusage für eine Modernisierung hat es nicht gegeben. Der Verein erhält die Räume mietfrei. Er zahlt ausschließlich die bei ihm anfallenden Betriebskosten von etwa 250€ pro Monat.

Eine Nutzung als Sportstätte war nie vorgesehen, das Gebäude ist für diesen Zweck weitgehend ungeeignet.

Der FSV hat die Räumlichkeiten widerholt vertragswidrig Dritten überlassen und über den vertraglich vereinbarten Umfang hinaus genutzt. Die Vertragsverletzung wäre alleine schon ein Grund dem Verein die Räumlichkeiten zu kündigen. Alleine zum Schutz der ehrenamtlichen sowie der Sportlerinnen und Sportler hat die Stadt bislang darauf verzichtet Konsequenzen aus diesem Verhalten zu ziehen.

Auf Wunsch des Vereins hat die Stadt 2016 die Vergabe des Gebäudes in Erbbaupacht an den Verein auf den Weg gebracht, und ist dabei, zum Beispiel durch die Erstellung eines Verkehrswertgutachtens, auch finanziell in Vorleistung gegangen. Ein Angebot hat der Verein dann ohne Angaben von Gründen nicht abgegeben. Die Stadt hat deshalb entschieden, für die zukünftige Nutzung in einer Machbarkeitsstudie eine zukünftige Nutzung für verschiedene Zwecke der sozialen Infrastruktur und den dafür notwendigen Sanierungsbedarf zu prüfen. Das schließt eindrücklich eine weitere Nutzung durch den Familien-Sport-Verein Oberhavel mit ein.

Die Behauptung, dass die Stadtverwaltung den FSV Oberhavel schlechter als andere Sportvereine behandeln würde, ist falsch.

Neben der mietfreien Überlassung der Räume im Lindenring 20a (andere Nutzer zahlen hier durchaus Miete), nutzt der Verein in größerem Umfang städtische Sportstätten zum Beispiel die Sporthalle Havelschule II (ehemals Torhorst) zu den gleichen Konditionen, die auch andere Sportvereine erhalten. Zudem unterstützen die Stadt und die städtischen Gesellschaften den Verein bei Veranstaltungen, wie zuletzt beim Familienlauf im Oranienburger Schlosspark.

Von einem Fördermittelbescheid, der dem Verein vorliegen soll, ist der Stadt nichts bekannt. Sollte ein solcher Bescheid tatsächlich vorliegen, täte der Verein gut daran, ihn der Stadtverwaltung schnellstmöglich vorzulegen. Die Stadt hat in der Vergangenheit immer alles getan, damit Sportvereine Fördermittel umsetzen können und würde dies auch in diesem Fall tun. Anstatt eine Neiddebatte über die Förderung anderer Sportvereine zu beginnen, sollte der Verein hier der Verantwortung gegenüber seinen Mitgliedern gerecht werden und zu einer sachlichen Zusammenarbeit mit der Stadt zurückfinden.“

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG