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Bankraub
Nach Explosion: Commerzbank lässt Filiale in Zukunft stärker sichern

Der Automat, an dem auch eingezahlt werden kann, geht wieder: Commerzbank-Sprecher Mathias Paulokat im provisorisch hergerichteten Vorraum der Oranienburger Filiale.
Der Automat, an dem auch eingezahlt werden kann, geht wieder: Commerzbank-Sprecher Mathias Paulokat im provisorisch hergerichteten Vorraum der Oranienburger Filiale. © Foto: Tilman Trebs
Tilman Trebs / 10.07.2018, 18:51 Uhr
Oranienburg (MOZ) Nach der Sprengung eines Geldautomaten in der Nacht zu Montag müssen sich Kunden der Oranienburger Commerzbank in den kommenden sechs Wochen auf Einschränkungen einstellen. „Wir sind aber froh, dass wir die Filiale heute Nachmittag wieder öffnen und einen der beiden Geldautomaten schon in Betrieb nehmen konnten“, sagte Commerzbank-Sprecher Mathias Paulokat am Dienstagnachmittag in Oranienburg. Handwerker hätten den Vorraum, in dem sich die Automaten befinden, entsprechend gesichert. „Die Firmen haben schnell gearbeitet. Dafür sind wir dankbar.“

Durch die Detonation waren unter anderem acht große Scheiben zersplittert und die Fensterleibung beschädigt worden. Auch eine Trockenbauwand wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der gesprengte Automat wurde durch eine neue Trockenbauwand separiert. Für die Ermittler der Polizei wurde extra eine Tür eingebaut. Der Sachschaden ist laut Paulokat enorm. Allein der Ersatz des zerstörten Geldautomaten werde eine sechsstellige Summe kosten. Paulokat: „Die Serviceautomaten für Überweisungen und Kontoauszüge haben die Explosion aber überstanden. Der Ein- und Auszahlautomat hat sich nach der Detonation aber abgeschaltet.“ Dieser Automat ist seit Dienstagnachmittag aber wieder funktionstüchtig. „Das ist vor allem für die vielen Gewerbetreibenden und Händler eine gute Nachricht. Sie können wieder Bargeld einzahlen“, so der Commerzbank-Sprecher. Allerdings: Durch die starke Nutzung des verbliebenen Gerätes könne es in Spitzenzeiten zu Engpässen bei der Bargeldversorgung kommen. „Wir haben aber die Service-Intervalle verkürzt und werden den Automaten häufiger bestücken.“ Wer nur Geld abheben wolle, könne dies auch kostenlos bei den Cashgroup-Partnern, der Deutschen Bank, der Postbank und der HypoVereinsbank erledigen. „Auch bei Rewe und Netto sowie an Shell-Tankstellen kann Bargeld abgehoben werden“, erklärt Paulokat. Bis die Fensterscheiben ersetzt sind, werde der SB-Bereich nur zu den regulären Geschäftszeiten geöffnet sein. „Wir bitten unsere Kunden dafür um Verständnis.“

Um derartige Plünderungen künftig zu vermeiden, investiert das Geldhaus auch in die Sicherheit. Künftig soll die Oranienburger Filiale mit einem Vernebelungssystem ausgestattet werden und sich ferngesteuert abschließen lassen. Dadurch könnten Räuber in der Bank durch den Sicherheitsdienst vorübergehend festgesetzt werden, so Paulokat.

Die Ermittlungen der Polizei laufen derweil weiter auf Hochtouren. „Wir sind dabei, die gesicherten Spuren auszuwerten“, sagte eine Sprecherin des Potsdamer Polizeipräsidiums am Dienstag. Das Landeskriminalamt vermutet eine niederländische Bande hinter der Tat.

Die Oranienburger Commerzbank zählt rund 10 000 Kunden in der Region, darunter etwa 1 000 Geschäftskunden. In der Filiale am Fischerplatz arbeiten acht Angestellte.

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